Thea Wattenberg zur Bürgerin des Jahres 2012 gekürt

Michael Kranz, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wettmar (Mitte) und sein Stellvertreter Klaus Sommer freuten sich mit Thea Wattenberg über ihre Auszeichnung als „Bürgerin des Jahres 2012“. (Foto: Anna Kentrath)

Traditioneller Neujahrsempfang der CDU Wettmar

WETTMAR (ak). Der Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Wettmar im Dorfgemeinschaftshaus fiel mit vergangenem Sonntag auf einen besonderen Tag, die Landtagswahl in Niedersachsen. So war es nicht verwunderlich, dass das Thema Wahlen den Vormittag dominierte. Doch auch das ehrenamtliche Engagement wurde in diesem Jahr wieder ausgezeichnet: Thea Wattenberg erhielt für ihren unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl in Wettmar den Titel „Bürgerin des Jahres“ 2012.
In seinem Rückblick des Jahres 2012 verwies Michael Kranz, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wettmar, auf den Dorfplatz, die „gute Stube“. Leider habe man Anfang des Jahres feststellen müssen, dass „manche sich zu wohl fühlen, junge Erwachsene – flaschenschmeißend“. Dieses Problem werde in Kürze vor Gericht verhandelt, doch nach Gesprächen mit der Polizei und Jugendpflege sei deutlich geworden, „wir können das Problem nur lösen durch mehr Aufmerksamkeit“ aller Bürger und im Bedarfsfall einfach die 110 anrufen. Verstärkte Polizei-Kontrollen würden zusätzliche Sicherheit bieten. Augenscheinlich hätten die Maßnahmen soweit bereits Früchte getragen, so Kranz, dass das erste Mal seit Jahren ein Weihnachtsbaum mit elektrischen Kerzen auf dem Dorfplatz unbeschadet aufgestellt werden konnte.
Kulturell habe im Juni das Schützenfest und das 100-jährige Jubiläum des TSV Wettmar das Dorfleben ebenso bereichert, wie der neue Fitness-Parcours am Rahden. Als Ausblick für 2013 nannte Kranz vor allem das große Bauvorhaben der St. Marcus Kirchengemeinde zur Schaffung eines neuen Gemeindesaals, der einmal in der Woche auch für andere Veranstaltungen genutzt werden könne, „endlich ein barrierefreier Versammlungsraum“. Ein weiterer wichtiger Punkt für dieses Jahr sei die mögliche Sanierung der Sanitärräume der Westerfeldhalle, die sich auf ein Kostenvolumen von 120.000 Euro belaufen würden. Dem Finanzausschuss liege der Antrag zur Beratung bereits vor und er sei „guter Hoffnung“, so Kranz weiter.
Besonderer Höhepunkt des Neujahrsempfangs war auch in diesem Jahr die Wahl des Bürgers des Jahres. „In diesem Jahr waren wir uns schnell einig“, so Michael Kranz stolz, denn die Bürgerin des Jahres 2012 Thea Wattenberg zeige ein außergewöhnliches Maß an Engagement für Wettmar. Sie sei eine die „nie in die erste Reihe will und immer betont es geht um die Sache“.
1943 als Kind sei sie nach Wettmar gekommen und habe sich damals schon in St. Marcus engagiert. 60 Jahre ist Thea Wattenberg Mitglied des Kirchenchores, 12 Jahre im Kirchenvorstand von St. Marcus, seit 1980 Schatzmeisterin des CDU-Ortsverbandes Wettmar und am Landgericht in Hannover hat sie 8 Jahre als Schöffin mitgewirkt, um nur einige ihrer ehrenamtlichen Aktivitäten zu nennen. „Für ganz viele in Wettmar ist sie das Gesicht der Kirche“, stellte Kranz heraus und fügte gleich noch eine kurze Anekdote an, wie er mit Thea Wattenberg für die Kriegsgräberfürsorge 2011 sammeln war und jeder, wirklich jeder Haushalt sie freudig und mit offenen Armen empfangen hätte. Thea Wattenberg selbst nahm gerührt diese Auszeichnung entgegen und hatte eine ganz einfache Erklärung für ihr Engagement: „Wettmar ist mein Heimatdorf, das ich von ganzem Herzen liebe“.
Trotz eines vollen Terminkalenders am Wahltag ließ es sich Rainer Fredermann nicht nehmen noch zum CDU-Neujahrsempfang hinzu zu stoßen. Es sei etwas ganz Besonderes für ihn nach 10 Monaten Wahlkampf ausgerechnet in Wettmar noch einmal sprechen zu dürfen, stellte Fredermann sehr gerührt heraus. Er gehe davon aus, dass die Wahl sehr eng ausgehen werde. Wie Recht er haben sollte, zeigte sich wenige Stunden später.