Tempo 30 im Zentrum Großburgwedels?

Freude über die gelungene Verkehrslösung (v.l.): Ehrenbürgermeister Dr. Karsten Hoppenstedt, Bürgermeister Axel Dücker, Landesverkehrsminister Dr. Bernd Althusmann und Rainer Fredermann, CDU-Landtagsabgeordneter.

Straßentausch zwischen Land, Region und Kommune geplant

Großburgwedel (bs). Mit einer guten Nachricht im Gepäck kam der Niedersächsische Verkehrsministers Bernd Althusmann am Mittwochabend zu einem Treffen mit Bürgermeister Axel Düker, dem Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann, Ehrenbürgermeister Karsten Hoppenstedt und dem Burgwedeler Unternehmer Holger Strenger.
Ursprünglich sollte bereits vor Wochen die von Dr. Karsten Hoppenstedt und Holger Sprenger initiierte Unterschriftensammlung für eine Tempo-30-Zone im Zentrum Großburgwedel dem Landesverkehrsminister überreicht werden. Doch Corona-bedingt verzögerte sich dieses Vorhaben.
In der Zwischenzeit arbeiteten sowohl die Stadtverwaltung, der insbesondere mit Blick auf die Zentrumssanierung das hohe Verkehrsaufkommen ebenfalls ein Dorn im Auge ist, wie auch der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann auf Hochtouren an einer möglichen Lösung.
Die Idee eines „Straßentausches“ zwischen Land, Region und Stadt geriet zum Geniestreich. Die Großburgwedeler Umgehungsstraße soll vom Land Niedersachsen übernommen und damit in eine Landesstraße umgewidmet werden. Die Ortsdurchfahrt Großburgwedel verliert im Gegenzug Status als Landesstraße und geht in kommunalen Besitz über. Zwei weitere Abschnitte der innerörtlichen Landesstraße werden zu Regionsstraßen.
Mit der Umwidmung wird der Hauptverkehrsfluss dann zukünftig von der IKEA-Kreuzung aus nach links und rechts am Stadtzentrum vorbeigeleitet.
„Dieses Konzept tragen wir mit“, verkündete Minister Dr. Bernd Althusmann. Gut ein Jahr wird voraussichtlich ins Land ziehen, bis für dieses Vorhaben alle Verkehrsgutachten und Zustandsuntersuchungen abgeschlossen sind. Anschließend steht einer Tempo-30-Zone im Zentrum Großburgwedels zumindest verkehrstechnisch nichts mehr entgegen.