Teilnehmer der Schleppjagd trotzen nassem Herbstwetter

Trotz des Regens gaben die Reiter alles. Der Boden war noch nicht zu sehr durchweicht, so dass die Pferde gut vorankamen und die Sprünge wie gewohnt nahmen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Frei nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter nur falsche Kleidung“ hatten sich die Besucher bestens auf die Witterung eingestellt. Mit dabei waren auch zwei Geburtstagsgesellschaften, die sich sehr gut amüsierten. (Foto: Anna Kentrath)

10.Schleppjagd des Hofes Feldmann wurde auch mit Dauerregen ein voller Erfolg

THÖNSE (ak). Dicke Wolken zogen Sonntagvormittag am Himmel und verhießen einem dauerhaften Regen, der den Veranstaltern der 10. Schleppjagd des Hofes Feldmann und der Reitsportgemeinschaft Roggenhof e.V. in Thönse Sorgen bereitete. Traditionell am 4. Sonntag im September wurde wieder zur Jagd geblasen und trotz des nass-kalten Wetters freuten sich die Ausrichter über 72 Reiter in erstmalig 5 Feldern. Angeführt wurden die Felder von der Niedersachsen-Meute und der Jagdherrin Camilla Freifrau von Dungern.
Nach einem Blick aus dem Fenster habe sie Morgens „echt Befürchtungen gehabt“, so Heike Feldmann gegenüber den Burgwedeler Nachrichten, aber es „hat uns keiner im Stich gelassen“. Bereits am Abend vor der Schleppjagd gab es anlässlich des 10-jährigen Bestehens einen Jagdeinklang im Hause Feldmann für die Jagdreiter aber auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich jedes Jahr wieder für das Gelingen der Veranstaltung einsetzen. Trotz des nassen Sonntags bot der Untergrund beste Voraussetzungen zum Reiten, da es nachts nicht geregnet hatte. Auch das Legen der Spur wurde durch die Feuchtigkeit nicht beeinträchtigt. Die Hunde seien „richtig gut“ gewesen, so Heike Feldmann später mit einiger Begeisterung, ihr Geläut, das Anzeigen der Strecke durch lautes Bellen, habe deutlich gezeigt, dass sie richtig auf der Fährte gewesen seien. Reiter und Hunde hätten die Jagdstrecke unverletzt bewältigt, zwar seien 2 Reiter von ihren Pferden gefallen, anschließend jedoch gleich wieder zurück in den Sattel gestiegen und weiter geritten.
Unabhängig von der Witterung seien die „Leute begeistert von der neuen Streckenführung“, betonte die Organisatorin. Erstmalig die Schleppe mit gelegt habe in diesem Jahr ihre 12-jährige Tochter Alena-Carlotta Feldmann, berichtete Heike Feldmann und sie habe sich sehr gut dabei gemacht. Mutter und Tochter konnte sich auf die Erfahrungen ihrer Pferde verlassen, die bei jeder der 10 Schleppjagden auf dem Feldmannhof mit von der Partie gewesen sind.
Nicht nur die Strecke, auch dass in 5 Feldern geritten wurde, war in diesem Jahr neu, ein springendes, ein nicht-springendes, eines für Jugendliche und Anfänger, eines, das sich selbst als „Hausfrauenfeld“ bezeichnete, sowie als absolutes Novum ein nicht-springendes Feld ausschließlich für Islandpferde. Laut Heike Feldmann sei es „erstmalig überhaupt, dass Isländer an so etwas teilgenommen haben“, und die Gruppe präsentierte sich dann auch dementsprechend voller Stolz den Besuchern.
Neben zahlreichen Sprüngen auf der etwa 15 km langen Strecke warteten auch 2 Gräben auf die Teilnehmer, die durch die Witterungsverhältnisse hoch mit Wasser gefüllt waren. Nach „einigen Verzögerungen“ seien „im Endeffekt aber alle Pferde gesprungen“ so Heike Feldmann, die sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung zeigte. Zwar seien natürlich etwas weniger Besucher dagewesen als sonst bei Sonnenschein, jedoch fuhren trotzdem an die 200 auf den bereit gestellten Anhängern mit, bestens gerüstet mit regenabweisender Kleidung und jeder Menge Regenschirmen. Musikalisch begleitet vom Jagdhornbläser-Corps Burgwedel-Thönse und der Rallye Trompes de la Bruyére erfreuten sich alle Teilnehmer der besonderen Stimmung, und so nutzten viele nach dem Halali noch die Gelegenheit, am großen Jagdessen in der Reithalle des Hofes Feldmann teilzunehmen.