Tausende vergnügten sich auf dem Burgwedeler Stadtfest

„Cuba trifft Mexika“, lautete das Motto auf Stünkels-Hof. Für lateinamerikanisches Flair sorgte die Mariachi-Band. (Foto: Birgit Schröder)

Heftiges Unwetter sorgte für ein abruptes Ende

GROSSBURGWEDEL (bs). Mit einem gelungenen Varieté-Programm hat die IGK das Stadtfest am Samstagabend eröffnet. Der Alte Markt war prall gefüllt mit Menschen, es gab kaum ein Durchkommen. Vorhang auf hieß es gegen 19.00 Uhr für das wortwitzige Multitalent Sammy Tavalis, der dann die Bühne freigab für Jongleur Robert Wicke und natürlich für Florin & Cato, die beiden Komiker auf sechs Beinen. Eine fröhliche und amüsante Show, bei der eigentlich nur der unvergleichliche Herr Niels fehlte - aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen im kommenden Jahr.
Zum Stadtfest am Sonntag kamen die Massen langsam, aber gewaltig. Tausende flanierten auf Großburgwedels Pflaster und genossen das vielfältige Angebot in vollen Zügen. Insbesondere für die kleinen Besucher hatten sich die Veranstalter eine Menge einfallen lassen: Stelzenläufer, Mal- und Bastelaktionen, Wettrennen mit Hindernissen, Kindereisenbahn, Karussells, Bungee-Trampolin, Glücksräder, die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, Kissenwerfen und vieles andere mehr. Da blieben keine Wünsche offen.
Trotz der sommerlichen Temperatur erwiesen sich Modenschauen, die die aktuellen Herbst- und Wintertrends zum Thema hatten, als Besuchermagneten. Dabei gab es nicht nur viel Beifall, für besonders harmonische Kreationen, es wurde auch schon fleißig gekauft. „Die schönsten Stücke sind sonst schon weg“, schmunzelte eine Dame nach dem Einkauf.
Auch musikalisch war die Vielfalt des Angebotes kaum zu überbieten. Heißer Rock für die Jugend, Countrymusik, Jazz und Swing vom Feinsten, lateinamerikanische Rhythmen der Mariachi-Band, und Stimmungsmusik. Alle fanden ihr begeistertes Publikum, das mitsummte, schunkelte, klatschte und im Takt die Beine schwang. Im ganzen Zentrum duftete es nach Bratwurst, Waffeln, Schmalzkuchen, mancher Sekt- und Weinkorken verhieß mit deutlichem „Plopp“ fröhliche Geselligkeit vor den Geschäften und Ständen. Nur wer am Nachmittag noch einen Sitzplatz ergattern wollte, hatte es nicht ganz einfach, Stühle und Bänke waren heißbegehrt.
Da fiel es nur den eingefleischten Stadtfestbesuchern auf, dass der ein oder andere Stand aus dem Vorjahr nicht vertreten war. „Es sind wohl einige nicht gekommen, hier stand doch sonst immer der Räucherfischwagen“, raunte ein älterer Herr seiner Begleitung zu, „dafür ist das Gedränge nicht so groß, hat eben auch seine Vorteile“, antwortete die Dame mit Blick auf den praktischen Nutzen. Ein rundum gelungenes Stadtfest, da waren sich alle Besucher einig. Einziger Wermutstropfen, ein gegen 17.30 Uhr über Großburgwedel hereinbrechende Unwetter, das der Großveranstaltung ein abruptes Ende bescherte.