„Tag der offenen Tür“ beim Ambulanten Hospizdienst

Ute Rodehorst, Christa Thomann und Christine Müller im Gespräch mit Marie-Luise Steinlen (v.l.). (Foto: Renate Tiffe)

Jetzt mit Sitz im „Haus der Diakonie“ in Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (ti). Das alte Küsterhaus der St. Petri-Kirchengemeinde wurde kurzerhand zum „Haus der Diakonie“ umbenannt - beherbergt es jetzt doch neben dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises und der Diakoniestation auch den Ambulanten Hospizdienst, ebenfalls eine Einrichtung, die im Dienst (aus dem lateinischen diaconia) der christlichen Nächstenliebe wirkt. Anfang dieses Jahres konnte der Umzug vom Kleinburgwedeler „Haus der Kirche“ aus ins Zentrum von Großburgwedel vonstatten gehen. Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde der neue Standort der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zuständig für die Stadt Burgwedel und die Gemeinden Isernhagen und Wedemark mit 30 Ortschaften und 76.000 Einwohnern konnte sich der „Ambulante Hospizdienst“ seit 2007 zu einer bekannten und anerkannten Institution entwickeln. Träger ist der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. Unter der Koordination von Ute Rodehorst versehen 34 ehrenamtliche Kräfte den schweren Dienst des Begleitens von Schwerkranken und Sterbenden und deren Angehörigen vor allem in ihrem häuslichen Umfeld, aber auch im Pflegeheim oder Krankenhaus.
Große Freude über das Erreichte herrschte am „Tag der offenen Tür“, an dem sich viele Gäste im neuen Domizil einfanden. Neben einem Büro für die Koordinatorin steht jetzt ein großer, freundlicher und gut ausgestatteter Raum für die Treffen und Schulungen der ehrenamtlichen Kräfte zur Verfügung. Die Unterstützung der Gruppe der vorwiegend weiblichen Begleiterinnen ist ein wesentlicher Teil der Arbeit des Hospizdienstes.
Zu den ersten Gästen zählten als Vertretung der Gemeinde Isernhagen die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Renate Vogelgesang und Ralf Henneberg, der für die Seniorenbetreuung zuständig ist. Aber auch den Vorsitzenden der Diakoniestation, Dr. Ulrich von Stackelberg, und deren Leiterin, Christa Thomann, mit ihren Mitarbeiterinnen konnten Ute Rodehorst und Christine Müller begrüßen. Nicht zuletzt freute sich Marie-Luise Steinlen, die mit den Zuwendungen aus ihrer Stiftung ebenso wie der Rotary-Club Wedemark zur finanziellen Absicherung des Projektes beiträgt, über die positive Entwicklung. Der Hospizdienst trägt sich ausschließlich aus Spendengeldern.
Als einen „großen und bedeutsamen Tag“ bezeichnete Superintendent Martin Bergau die offizielle Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten. Der Hospizdienst sei eine der Säulen der diakonischen Arbeitsfelder, sagte er. Aus den engen Kontakten mit den beiden anderen Einrichtungen unter dem gleichen Dach könnten zusätzlich Kraft und Stärke bezogen werden. Das „Haus der Diakonie“ sei ein passender Ort für die Arbeit von Ute Rodehorst und den ehrenamtlichen Dienst. Über Zahlen werde später geredet, fügte er hinzu.
Tatsächlich sei das Anmieten der neuen Räume „ein Wagnis“, wie Christine Müller, die Initiatorin des Ambulanten Hospizdienstes, meinte. Aber der eigene Standort sei sehr wichtig für die weitere Entwicklung.