„Stunde der Wintervögel“ geht in die nächste Runde

Die Schwanzmeise ist ein sehr seltener Gast an den Futterplätzen im Winter. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der farbenprächtige Kleiber ist der Artist unter den Gästen der Winterfütterung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

NABU verlost interessante Preise unter den Teilnehmern

BURGWEDEL (hhs). Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“, eine der größten Naturschutz-Mitmachaktionen, geht vom 4. bis 6. Januar in die nächste Runde. Die Öffentlichkeit wird vom NABU aufgerufen, sich an der Aktion wieder zu beteiligen und damit wertvolle Hinweise zu geben auf Trends bei den Beständen der hierzulande im Winter beobachteten Vogelarten, auf Veränderungen, auf Besonderheiten und möglicherweise sogar auf Anzeichen eines veränderten Zugverhaltens von Vögeln im Lichte des Klimawandels, so ein Aufruf des NABU Niedersachsen.
„Eine besondere Veranstaltung plant der NABU Burgwedel & Isernhagen in diesem Jahr nicht dazu“, erklärte der hiesige NABU-Pressewart Horst Hagenberg. Allerdings werden in Burgwedel und Isernhagen rund 3000 Faltblätter als Werbeaktion verteilt. Leider gebe es auch keinen genauen Zahlen über die Beteiligung der beiden Kommunen aus dem vergangenen Jahr, weil die Meldungen aus der gesamten Region Hannover zusammen gezählt werden.
Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ gibt die Möglichkeit, Daten in großer Fülle über die Vögel zu erhalten, die vom 4. Bis 6. Januar von zahlreichen Menschen beobachtet werden. Die Teilnahme an dieser Aktion ist denkbar einfach: Alle innerhalb einer Stunde beobachteten Vögel werden notiert und dem NABU gemeldet bis spätestens 14. Januar.
Um fehlerhafte Mehrfachzählungen auszuschließen, wird die jeweils höchste gleichzeitig beobachtete Anzahl von Vögeln einer Art notiert“, erläutert Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen den Ablauf der Aktion.
Neben Trends zu Bestandsentwicklungen der beobachteten Vogelarten interessieren natürlich auch eventuell auftretende Wintergäste wie Seidenschwanz, Bergfink oder Erlenzeisig. Gerade in kalten Wintern fallen diese Vögel oft invasiv auch in Niedersachsen ein, wie neulich die Bergfinken in Großburgwedel. Zudem ist die Vogelwelt, vermutlich auch durch den Klimawandel, in Bewegung geraten: Niemand kann genau sagen, aus welchen Zugvögeln vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten Standvögel geworden sein werden.
Gezählt werden kann an allen geeigneten Orten: am Futterhäuschen, der Futtersäule, auf dem Balkon, im Garten, im Park. Der zweite wichtige Effekt neben der Sammlung von Daten über Häufigkeit und Anzahl der beobachteten Vogelarten ist die erfreuliche Tatsache, dass sich bundesweit Zehntausende Menschen an dieser Aktion beteiligen und damit dem Thema Vogelwelt und Naturschutz Raum in ihrem Leben geben.
Die Meldungen können in die Zählbögen des NABU eingetragen werden: diese können gegen Einsendung einer Briefmarke zu 90 Cent beim NABU Niedersachsen, Alleestr. 36, 30167 Hannover, angefordert oder aus dem Internet (www.nabu.de) heruntergeladen werden. Die Teilnahme ist auch online möglich: unter www.stundederwintervoegel.de und darüber hinaus am 5. und 6. Januar unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 1157115 von 10 bis 18 Uhr möglich. Die Meldefrist endet am 14. Januar 2013.
Zu gewinnen sind eine naturkundliche Reise mit Birdingtours, Vogelfütterungspakete, Büchergutscheine und DVDs.