Strömender Regen konnte die Laternengänger nicht schrecken

Sankt Martin, alias Vanessa-Yvonne Rockahr-Rühmkorf, ritt im roten Mantel vorweg, gefolgt vom Lichtermeer der bunten Laternen. (Foto: Birgit Schröder)

Große Beteiligung beim traditionellen Martinsumzug

GROSSBURGWEDEL (bs). Weit über 100 Kinder, Eltern und Großeltern beteiligten sich am Mittwochabend am Martinsumzug durch Großburgwedel, der traditionell von der kath. Kirchengemeinde St. Paulus und der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri ausgerichtet wird. Treffpunkt war die St. Paulus-Kirche im Mennegarten. Dort erzählte Pfarrer Hubert Schultz die Geschichte vom Soldaten Martin, der eines Tages auf einen frierenden Bettler trifft und seinen Mantel mit ihm teilt. Nach diesem Erlebnis gibt er den Soldatendienst auf, um den Kranken und Armen zu helfen. Schließlich wird Martin zum dritten Bischof von Tours ernannt und wird seither als Heiliger verehrt. Eine Diashow zeigte die zur Geschichte passenden Bilder.
Die Kinder kannten die Legende von St. Martin sehr gut und konnten alle Fragen des Pfarrers locker beantworten. Anschließend sangen alle gemeinsam das Martinslied, musikalisch begleitet vom Feuerwehrmusikzug Großburgwedel. „Martin war für den Bettler wie ein helles Licht. Deshalb gehört die Laterne zum Martinstag. Wir wollen wie Martin auch so ein helles Licht sein“, erklärte Pfarrer Schultz dem Nachwuchs.
Draußen vor der Kirche wartete im strömenden Regen schon Vanessa-Yvonne Rockahr-Rühmkorf, die in einen roten Mantel gekleidet den heiligen Martin darstellte und auf ihrer schwarzen Friesenstute „Geisha“ vorweg ritt. Ihr folgte das Lichtermeer der bunten Laternen, die die Kinder stolz vor sich hertrugen. Der Umzug führte zur evangelischen St. Petri-Kirche. Dort angekommen zerschnitt Martin symbolisch seinen roten Mantel und alle teilten miteinander die leckeren Martinshörnchen.