Straßenzusatzschilder in Wettmar stehen vor der Umsetzung

Sponsoren kommen für die Kosten der zehn Schilder auf

WETTMAR (ti) Der Beschluss, die Straßennamen in Wettmar mit zusätzlichen Erläuterungen zu versehen, wurde bereits im Oktober 2009 gefasst. Vorausgesetzt wurde allerdings, dass der Ortsrat nicht für die Kosten aufkommen sollte. Sponsoren für die insgesamt zehn Schilder zu finden, dauerte seine Zeit. Jetzt kann der Plan umgesetzt werden, nachdem der Ortsrat in der Sitzung am Dienstag die Texte für die Inschriften im einzelnen beraten hat.
Die Vorarbeit hatten der Vorsitzende des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar, Gerhard Brenneke, und WWB-Ratsherr Christian Lindemann geleistet. Vorwiegend sind es Persönlichkeiten der früheren und neueren Geschichte, die mit den Strqaßennamen geehrt werden. Dem Ortsrat lagen zehn unterschiedlich lange Texte vor, die noch einmal kritisch unter die Lupe genommen wurden. So sollten beim früheren Bürgermeister Heinrich Werth seine Verdienste bei der Eingliederung der Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs im Dorf herausgestellt werden. Klargestellt wurde, dass Dr. Werner Hesseken, dessen Name die Ringstraße im Neubaugebiet an der Schulstraße trägt, die erste Arztpraxis in Wettmar betrieben hat. Nicht mehr nach zu vollziehen war dagegen, warum es eine Dr.Rudolf Virchow-Straße im Ort gibt, ein Name, mit dessen Erklärung sich die Versammlung schwer tat. Noch nähere Daten fehlten von der ersten Gemeindeschwester, die der Luisenstraße ihren Namen gab. Neu war manchem, dass die Ackermannstraße nach der Stadt Akkerman im früheren Bessarabien benannt ist. Bei der Bezeichnung „Wellmühle“ ist der Wortteil „Well“ von Quelle abgeleitet.
Da die unterschiedlichen Textlängen vermutlich zu unterschiedlichen Preisen führen werden, beschloss der Ortsrat, die gespendeten Gelder in einen gemeinsamen Topf zu geben und entsprechend zu bezahlen. Auch die 20 Euro, welche die SPD-Abteilung Wettmar pro Schild zur Verfügung stellt, sollen dort hinein. Gerechnet wird mit einem Durchschnittspreis von 75 Euro.
Die Anbringung des ersten Schildes soll nach den Vorstellungen von Ortsbürgermeister Rainer Fredermann eine Art feierliche Aktion werden, zu der alle Sponsoren eingeladen werden.