Sternsinger brachten den Segen ins Rathaus Großburgwedel

48 Sternsinger der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Bothfeld kamen ins Rathaus Großburgwedel, um es zu segnen und eine Spende für Flüchtlingskinder in Malawi zu sammeln. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Sammelaktion für Flüchtlingslager in Malawi

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Freitag brachten die Sternsinger den Segen ins Rathaus Großburgwedel. 48 Jungen und Mädchen der Heilig-Geist-Gemeinde in Bothfeld waren deswegen nach Großburgwedel gekommen, alle in den Kostümen von Caspar, Melchior und Balthasar, einige von ihnen trugen einen Stern an einem langen Stab mit sich.
Im Rathaus wurden sie von der ersten Stadträtin Christiane Concilio und einigen Verwaltungsmitarbeitern empfangen. Die kleinen Gäste sangen einige Lieder mit Gitarrenbegleitung und dann erhielt das Burgwedeler Rathaus seinen Segen für das Jahr 2014.
Der neunjährige Henri sorgte für die Segensformel. Er wusste auch genau, was diese „20 C+M+B 14“ bedeutet: „Christus segne dieses Haus“, sagte er es kurz. „Die Zahlen stehen für das Jahr und die Buchstaben als Abkürzung für den lateinischen Ausdruck „Christus mansionem benedicat“.
Normalerweise wird diese Segensformel mit Kreide über die Haustüren geschrieben. Das geht in vielen modernen Häusern allerdings nicht immer: Putz oder Mauerwerk um die Türen sind meistens hell, und die Türrahmen aus Metall. Darauf ist die Kreide dann nicht zu sehen. Daher hatten die Sternsinger aus Bothfeld Aufkleber dabei, mit weißer Schrift auf dunklem Grund, und so prangt jetzt die Segensformel gut sichtbar von der Eingangstür zum Rathausflur.
Dort befinden sich auch schon einige Aufkleber aus den Vorjahren: „Ich habe die Sternsinger in meiner Heimatgemeinde in Bothfeld zehn Jahre lang betreut“, erklärte Christiane Concilio die Zusammenhänge. 2008 seien sie zum ersten Mal nach Großburgwedel gekommen. Die hier ansässige St. Paulus-Gemeinde würde alljährlich auch Sternsinger aussenden, aber nur an den Wochenenden, und da sei ein Rathaus schließlich geschlossen.
Die Aussendung von Sternsingern hat in den katholischen Kirchengemeinden lange Tradition. Hintergrund ist die Sammlung von Spenden für wohltätige Zwecke. Jedes Jahr zum Ende der Weihnachtszeit um den Dreikönigstag herum findet diese Sammlung statt, in diesem Jahr wollen die Gemeinden damit dem südostafrikanischen Staat Malawi helfen, die Not insbesondere von Kindern in den Flüchtlingslagern dort zu lindern.
Die Sternsinger sind in ihren Gemeinden gut auf ihren Sammeleinsatz vorbereitet worden. Die Kinder kennen das Motto des diesjährigen Dreikönigssingen „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für die Flüchtlingskinder“, und sie können das auch erläutern. Zur Vorbereitung haben sie alle einen Film über ein afrikanisches Flüchtlingslager in Malawi gesehen, in dem etwa 17.000 Menschen leben.
„Die Kinder sind nur in dem Flüchtlingslager geschützt“, war ein Junge noch beeindruckt von den Bildern des Films. „Draußen leben sie in großer Angst und Sorge um ihr eigenes Leben“. „Wir wünschen Heimat denen, die ziehen und Zuflucht denen, die fliehen“, heißt es in dem Sternsinger-Lied für 2014. Damit haben sie in Großburgwedel nicht nur die Rathaustür, sondern auch die Herzen geöffnet.