„Sterbende begleiten lernen“

Freude beim Ambulanten Hospizdienst über die Spende (v.l.) Ute Rodehorst, Waltraud Passoter und Bürgermeister Axel Dücker.

Verwaltungsmitarbeiter spenden für den Ambulanten Hospizdienst

Großburgwedel (bs). Eine großzügige Spende in Höhe von 2000 Euro nahm in der vergangenen Woche der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark aus den Händen von Bürgermeister Axel Düker entgegen. „Ich bin nur der Bote“, erläuterte Bürgermeister Axel Düker, „30 Mitarbeiter der Verwaltung der Stadt Burgwedel haben die Summe gespendet“.
Die Idee entstand im Rathaus, als sich die Angestellten im öffentlichen Dienst über ihre Corona-Sonderzahlungen unterhielten. Die Initiatoren waren der Meinung, dass sie sich im Vergleich zu vielen anderen doch in einer recht komfortablen Lage befänden und beschlossen, ein Spendenkonto einzurichten.
Stolze 4500 Euro kamen dabei für den guten Zweck zusammen. „Ein ganz starkes Signal“, befand Bürgermeister Düker. Neben dem Ambulanten Hospizdienstes gingen 2500 Euro an die Corona-Künstlerhilfe, die in Not geratene Künstler unterstützt.
Schulungskurse für neue Sterbebegleiter, Letzte-Hilfe-Kurse und nicht zuletzt der Umzug des Ambulanten Hospizdienstes Burgwedel-Isernhagen-Wedemark in die neuen Räumlichkeiten, Auf dem Amtshof 3, in Großburgwedel, müssen finanziell gestemmt werden. Umso mehr freute sich Koordinatorin Ute Rodehorst über die kräftige Finanzspritze.
Vom 8. Mai bis Mitte September ist ein neuer Schulungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter geplant. Die Ausbildung findet als Präsensveranstaltung statt und ist daher aufgrund der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen auf zehn Teilnehmer beschränkt. Wer sich zum ehrenamtlichen Begleiter in der ambulanten Hospizarbeit vorbereiten lassen möchte, kann in einem persönlichen Gespräch näheres erfahren. Geleitet wird der Schulungskurs von Waltraud Passoter und Regina Erdelkamp. „Eine der Voraussetzungen ist Offenheit, sich mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen, nicht nur theoretisch distanziert, sondern auch ganz persönlich“, erläutert Kursleiterin Waltraud Passoter. Darüber hinaus die Bereitschaft sich selbst zu hinterfragen, sich auf die Gruppe einzulassen und eine verbindliche Teilnahme.
Vermittelt werden Kenntnisse und Informationen über Sterbephasen, Kommunikation und Ritualen. Ferner finden Übungseinheiten zur Kommunikation, eine Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung und des Verstehens statt, ebenso wie Gesprächsführung. Wer an dem Schulungskurs teilnimmt, geht keine Verpflichtung ein. Erst am Ende des Kurses entscheide jeder, ob er in die Mitarbeit des Hospizdienstes geht, so Ute Rodehorst. Der Kurs selbst wird häufig als eine persönliche Bereicherung erlebt und kann das eigene Leben verändern.
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 130 Euro. Anmeldungen sind bis Ende März unter der Telefonnummer 05139-9703431 möglich. Weitere Informationen finden sich auch auf der Homepage www.ambulanterhospizdienst.de.