Steigende Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistungen

Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg überreichte Oberfeuerwehrmann Alfred Thomas die Nadel für 40 Jahre Mitgliedschaft. (Foto: Anna Kentrath)
 
Torsten Benkenstein zeigte stolz die Ernennung zum Oberlöschmeister. (Foto: Anna Kentrath)

Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

FUHRBERG (ak). Dank der vielfachen vorbeugenden Maßnahmen des Brandschutzes ist der Haupteinsatzbereich der Wehren heutzutage nicht mehr der Löscheinsatz im Brandfall, sondern es sind die technischen Hilfeleistungen im Zusammenhang mit Autounfällen, aber auch witterungsbedingten Schäden durch Sturm, Regen und Schnee. So dominierten auch bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg vergangenen Freitagabend die „technischen Hilfeleistungen“ das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres.
„Im Jahr 2010 hatten auch wir wieder steigende Einsatzzahlen, aber von größeren Schäden, ja Katastrophen, wurde unser Ort Gott sei Dank, wieder einmal verschont“, begann Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser seinen Bericht. Insgesamt seien die Aktiven zu 20 Einsätze ausgerückt, 7 mehr als 2009. Das Einsatzjahr begann mit schneebedingten Technischen Hilfeleistungen und endete mit solchen. Der freiwillige Einsatz der Feuerwehrkräfte machte auch vor Feiertagen nicht Halt. So rückten die Aktiven am 24. Dezember 2010 ganze vier Mal aus, wegen zwei Fällen von Bäumen, die unter der Schneelast umzustürzen drohten, einem Keller, der unter Wasser stand sowie der Rettung einer hilflosen Person.
Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt, der es sich nicht nehmen ließ, an der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg teilzunehmen, sprach mit Hochachtung von dem ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven. Insbesondere durch die L310 würden die Fuhrberger stark von „technischen Hilfeleistungen“ beansprucht und ständen hierbei einer immer komplizierter werdenden Aufgabe gegenüber, da die Fahrzeuge mittlerweile hochtechnisiert seien.
Zu den insgesamt 13 technischen Hilfeleistungen im Jahr 2010, wo es 2009 nur 5 gewesen waren, rückte die Wehr zu 3 Bränden, 2 Brandsicherheitswachen, 2 Fehlalarmen und einer Räumungsübung an der Grundschule Fuhrberg aus, wie aus dem Bericht des Ortsbrandmeisters hervor ging. Für die Einsätze seien 263 Stunden aufgewendet worden, so Dirk Fleischfresser, und im Durchschnitt 14 Kameraden im Einsatz gewesen. Neben dem Einsatzgeschehen und Engagement im kulturellen Leben Fuhrbergs setzten sich die Fuhrberger Kameraden im vergangenen Jahr für die Schaffung ihrer neuen Umkleideräume durch den Umbau der ehemaligen Arztpraxis ein.
Zufrieden blickte Dirk Fleischfresser auch auf die Mitgliederzahlen des vergangenen Jahres zurück. Von den Insgesamt 357 Mitgliedern der Wehr seien 56 aktive Kameraden, 23 in der Jugendfeuerwehr, 32 im Musikzug sowie 35 Alterskameraden und 219 Fördernde. Besonders stach hierbei die Entwicklung der Jugendfeuerwehr ins Auge. Trotz 5 Austritten im vergangenen Jahr konnten 10 Neue gewonnen werden. Von den 23 Mitgliedern, so Jugendfeuerwehrwart Carsten Möhlenbrink, seien 7 Mädchen und 16 Jungen, der Altersdurchschnitt betrage 12 Jahre. Nicht unerheblich beigetragen hat zu dieser positiven Entwicklung mit Sicherheit auch das hervorzuhebende Engagement der Jugendfeuerwehr an der Grundschule Fuhrberg. An einem Vormittag habe Carsten Möhlenbrink den Kindern „den Aufgabenbereich der Feuerwehr näher gebracht“ und halbjährlich werde eine Feuerwehr-AG angeboten, so Dirk Fleischfresser zuvor in seinem Bericht.
Zwar musste der Musikzug 2010 eine Reihe von Austritten hinnehmen, Musikzugführer Heiner Neddermeyer zeigte sich trotzdem zuversichtlich: „Wir sind vor allen Dingen mit der Jugendarbeit ein ganzes Stück voran gekommen.“ Im Kinder- und Jugendorchester könnten die jüngsten Teilnehmer des Musikzuges schon einmal ihr Können im Verbund testen, neben der geförderten Ausbildung am Instrument, so Neddermeyer. Die 32 Mitglieder, mit dem Tag der Versammlung 33, hätten im vergangenen Jahr 2.111 Stunden geleistet. Insgesamt leistete die Freiwillige Feuerwehr Fuhrberg im vergangenen Jahr 10 538 Stunden.
Auch der Tagesordnungspunkt „Ehrungen und Beförderungen“ sollte in diesem Jahr in Fuhrberg keineswegs zu kurz kommen. Pascal Buley und Philipp Schreiber freuten sich über die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann, Torsten Benkenstein erhielt den Grad eines Oberlöschmeisters und Hendrik Schorn wurde vom Anwärter zum Feuerwehrmusiker befördert. Karl-Heinz Leschke und Wolfgang Weitmüller nahmen die Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft entgegen, Adalbert Ahlvers und Markus Pill wurden für den 25-jährigen Dienst im Feuerlöschwesen ausgezeichnet und Oberfeuerwehrmann Alfred Thomas erhielt sogar die Ehrung für ganze 40 Jahre. Feuerwehrmann des Jahres 2010 wurde Markus Pill wegen seines außerordentlichen Engagements in der Wehr, insbesondere im Zusammenhang mit dem Umbau der neuen Räumlichkeiten. „Der Umbau der alten Arztpraxis war sein Umbau, könnte man sagen“, so Dirk Fleischfresser.