Stadtverschönerung beginnt mit dem Rathausvorplatz

Der Domfrontplatz habe in Bezug auf die Umgestaltung des Rathausvorplatzes im Hintergrund schon Fakten geschaffen, war die einhellige Meinung der Ausschussmitglieder. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ausschuss diskutiert Reihenfolge der Maßnahmen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Dienstag dieser Woche tagte der Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau und hatte als wesentlichsten Tagesordnungspunkt eine Empfehlung darüber abzugeben, mit welchem Bereich das erarbeitete Gestaltungskonzept für Großburgwedel begonnen werden soll.
In dem Konzept hatte der Stadtplaner die drei Bereiche Von-Alten-Straße, Rathausvorplatz und Alter Markt voneinander abgegrenzt. Die Frage, die an diesem Abend zu lösen war, lautete in etwa: „Unsere Stadt soll schöner werden, aber wo beginnen wir?“
In der so genannten „Leitidee zur stufenweisen Entwicklung der Großburgwedeler Innenstadt“ waren dem Ausschuss in seiner Sitzung vom 4. September die Pläne einschließlich einer vorläufigen Kostenschätzung vorgestellt worden. Das Konzept grenzt im Wesentlichen folgende räumliche Bereiche voneinander ab: Der Umbau der von Alten-Straße-Straße 
(veranschlagte Kosten mit Wasserspiel rund 710.000 Euro), Neugestaltung Alter Markt 
(Kosten je nach Ausbaustufe zwischen 960.000 Euro und 1,7 Mio Euro) und der Umbau des Rathausvorplatzes, insbesondere der Eingangsbereich zum Rathaus (veranschlagte Kosten rund 410.000 Euro). Nun galt es zu entscheiden, wie und in welcher Reihenfolge mit dem Gestaltungskonzept weiter verfahren werden soll.
Zunächst diskutierte der Ausschuss noch einige Rahmenbedingungen. Stadtkämmerer Christian Möhring gab zunächst eine Information aus dem Ordnungsamt weiter: Bei der straßenverkehrsrechtlichen Entscheidung über die zu treffende Entscheidung für die Von-Alten-Straße haben die politischen Gremien vollkommen freie Hand. Er gab zu bedenken, dass „in diesem Punkt die Anlieger mitgenommen werden sollten“. Auf Nachfrage des Ausschussmitglieds Peter Böer (Grüne), ob man bei der Festlegung der Reihenfolge der Maßnahmen finanzielle Rücksichten nehmen müsse, erklärte Möhring. Das müsse man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, denn keine Maßnahme werde noch im kommenden Jahr begonnen werden.
Joachim Lücke (SPD) schlug eine Prioritätenliste vor, ein Vorschlag, den Heiner Neddermeyer (CDU) unterstützte. Mit der Von-Alten-Straße zu beginnen, halte er für schwierig, hier müsse man noch Gespräche mit den Anwohnern führen. Er plädiere dafür, mit dem Rathausplatz zu beginnen.
Axel Düker (SPD) hielt dem entgegen, dass das Kerngeschäft der Innenstadt in der Von-Alten-Straße laufe. Deswegen sollte man hier beginnen und nicht zuerst auf dem Rathausvorplatz „ein Design schaffen, dass dann später auf die Von-Alten-Straße übertragen wird“. Peter Böer erklärte, er sei eigentlich dafür, mit dem Rathausvorplatz, dem kleinsten Projekt, zu beginnen. „Dann hat man was, das man vorzeigen kann“. Der Vorschlag Dükers sei aber auch bedenkenswert.
Heiner Neddermeyer schlug nun vor, Rathausbereich und Von-Alten-Straße als Einheit zu überplanen und den Alten Markt zunächst außen vor zu lassen. Hier griff Heinz Schröder (WEB) ein und meinte, dass es nur schwierig zu vermitteln sei, den gerade neu gestalteten Domfront-Platz zu verändern. Er schlug vor, Rathausplatz und Domfront-Platz als Einheit zu betrachten.
Ortrud Wendt (CDU) erklärte, sie halte die Aussage, den Alten Markt zuletzt in Angriff zu nehmen, für konsensfähig. Mit dem Domfront-Platz habe die Stadt allerdings schon Fakten geschaffen. Sie riet, vom Domfront-Platz aus den Rathaus Eingangsbereich und die Von-Alten-Straße zu beplanen, damit „dann alles aus einem Guss ist“. Und sie schlug zudem vor, die Kosten für diese Planungen in den Haushalt 2013 einzustellen. Der Ausschuss folgte diesem Antrag einstimmig. Zudem soll der Ausschussvorsitzende Heinz Heinicke (CDU) einen Termin für Gespräche mit den Anliegern organisieren.