Stadtjugendwehr verbrachte Pfingsten im Zeltlager am Bruchsee

Gruppenbild vor der Abfahrt des Busses am Freitagnachmittag. Die Teilnehmer quengelten und wollten endlich losfahren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Langes Wochenende mit Baden, Museumsbesuch und Nachtwanderung

BURGWEDEL (hhs). Traditionell lädt die Stadtjugendfeuerwehr Burgwedel alljährlich zu einem Zeltlager über das Pfingstfest ein. In diesem Jahr sollte es nach Wriedel in der Nähe von Unterlueß gehen an den Bruchsee. Das ist schwere logistische Arbeit, erfordert den ganzen Einsatz der Betreuer und das Vertrauen der Eltern in die Fähigkeiten des begleitenden Personals. Am Freitagnachmittag ging es los, in diesem Jahr von Fuhrberg aus. Das hatte seinen Grund, denn von dort aus wurde das Transportproblem in diesem Jahr ganz unbürokratisch gelöst: Der Spargelhof Heuer hatte seinen „Spargel-MTW“, einen großen Gelenkbus, mit dem die polnischen Erntehelfer zu den Spargelfeldern gefahren werden, für die Rasselbande bereitgestellt, sowohl für die Hin- wie für die Rückfahrt.

Insgesamt nahmen 58 Kinder und 23 Betreuer an dieser Maßnahme teil, aber nicht alle fuhren mit dem Spargelbus. In weiteren Begleitfahrzeugen wurde Ausrüstung und Gepäck transportiert, und natürlich die drei aufblasbaren Kanus der Stadtjugendwehr, die extra für derartige Veranstaltungen angeschafft worden waren. Am Bruchsee angekommen, wurden die Zelte aufgebaut, dann gab es noch eine Mahlzeit und etwas Beschäftigungstherapie und anschließend ging es in die Schlafsäcke.
Im Mittelpunkt des Samstags stand ein Besuch des Panzermuseums in Munster. Die Mitglieder der Jugendwehr hatten Glück: Neben der normalen Dauerausstellung fand an diesem Tag auch eine Ausstellung von Modellbauern statt, die ihre Panzermodelle auch in Bewegung setzten: Vom Miniaturtank bis hin zum 250 Kilo-Boliden war alles zu sehen. Nachmittags war das Wetter gut, da konnten die Jungen und Mädchen baden und natürlich wurden auch die drei Kanus einem Härtetest unterzogen. Eine Nachtwanderung beschloss diesen Erlebnisreichen Tag.
„Am Sonntag kannten wir keine Gnade“, flachste Carsten Möhlenbrink, einer der Betreuer in Wriedel. Damit meinte er, dass die Rasselbande früh geweckt wurde und nach dem Frühstück zu einer Feuerwehrrallye geladen wurde: Feuerwehrwissen, Geschicklichkeit und Schnelligkeit waren gefragt, und dann bei einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch Ordnung im Zelt, denn einige Eltern hatten ihren Besuch für Pfingstsonntag am Bruchsee angekündigt. Auch an diesem Tag entwickelte sich das Wetter so prächtig, dass die Teilnehmer wieder baden konnten.
Das „dicke Ende“ kam am Montag: Dauerregen morgens. Da gaben sich alle Mühe, die Zelte in Windeseile abzubauen und alles zu verstauen. Als die Arbeit getan war, stand auch der Spargelbus wieder vor dem Lager. „Keine besonderen Vorkommnisse, vor allem keine Unfälle“, freute sich Carsten Möhlenbrink wieder zu Hause im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Es war anstrengend, wie Flöhe hüten, aber es hat allen eine Riesenmenge Spaß bereitet“.