Stadt Burgwedel zieht Bilanz zur energetischen Gebäude-Sanierung

Jens Hungerland, Chef der Gebäudewirtschaft in Burgwedel, Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und Ortsbürgermeister Jürgen Schodder zogen eine erfolgreiche Bilanz zur energetischen Gebäudesanierung (v.l.n.r.). (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mittel aus Konjunkturpaket II flossen weitgehend in die Ortsteile

KLEINBURGWEDEL (hhs). Die Stadt Burgwedel hat neulich erfreuliche Bilanz gezogen zur energetischen Sanierung ihrer Gebäude. Wie in den Burgwedeler Nachrichten berichtet waren im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2009/10 im Zuge des Konjunkturpakets II Bundesmittel in Höhe von insgesamt 841.000 Euro in die Stadt Burgwedel geflossen, die diese unter weiterer Zurverfügungstellung eigener Mittel von 287.000 Euro zu energetischen Sanierung insbesondere von städtischen Gebäuden in den Ortsteilen Burgwedels einsetzte. Der Löwenanteil ging in die Ortschaft Kleinburgwedel. Hier wurde denn auch eingeladen von der Stadtverwaltung, aus gutem Grund, denn allein hierhin gingen 495.000 Euro.
In der Vorstellung der abgeschlossenen Projekte finden sich zum einen Teil sogenannte technische Sanierungen, im wesentlichen der Einbau von Einzelraumregelungen im Gymnasium Großburgwedel, den Grundschulen Fuhrberg, Kleinburgwedel, Wettmar und Thönse, der Einbau lichttechnischer Sanierungen mit tageslichtabhängiger Regelung der Beleuchtung in den Grundschulen, Heizungserneuerungen in den Grundschulen Fuhrberg und Kleinburgwedel sowie in den Feuerwehrhäusern Engensen, Wettmar, Kleinburgwedel und Großburgwedel, sowie die Erneuerung der Heizung der Kita und Sporthalle Wettmar.
Ebenso umfangreich die baulichen Sanierungen: Am Gymnasium Großburgwedel wurden 144 Fenster der Klassenräume, das ist etwa ein Drittel aller Fenster, gegen dreifach verglaste Fenster ausgetauscht. Die Sporthalle Kleinburgwedel erhielt eine Wärmedämmverbundsystem sowie eine Dachdämmung, ebenfalls mit einem Wärmedämmverbundsystem sowie neuen Fenstern wurde die Grundschule Kleinburgwedel ausgestattet. Nach Einzelmaßnahmen waren das 19 Modernisierungen mit einem Gesamtkostenvolumen von 1.129.000 Euro. Jens Hungerland, in der Stadtverwaltung für die Gebäudewirtschaft zuständig, bezifferte die sich aus den Maßnahmen ergebende CO2 Ersparnis auf jährlich 215,92 Tonnen, was einer Gesamtersparnis von 892.000 Kilowattstunden entspreche. Die durchschnittliche Einsparung pro Modernisierungsmaßnahme liege bei 30,6% CO2“ oder 46.950 kWh. Pro eingesparter Kilowattstunde habe die Stadt 1,27 Euro investiert. Die monetäre Einsparung betrage 60.700 Euro jährlich. Dabei fielen 46.500 Euro Einsparung auf den Einbau von Einzelraumregelungen, neue Heizungen und neue Beleuchtung. Der Rest von 14.200 Euro entstehe durch Energieeinsparungen durch Wärmedämmverbundsysteme.
In Großburgwedel sind drei Maßnahmen mit 309.00 Euro, in Kleinburgwedel sechs Maßnahmen mit 495.000 Euro, in Fuhrberg ebenfalls drei mit 100.000 Euro, in Wettmar vier mit 130.000 Euro, in Thönse zwei mit 85.000 Euro und in Engensen eine Maßnahme mit 10.000 Euro beendet worden.
Kleinburgwedels Ortsbürgermeister Jürgen Schodder zeigte sich von den Zahlen beeindruckt: „Die Zahlen zeigen die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen deutlich. Das hier hineingesteckte Steuergeld wird hier auch wieder verdient. Damit wird die Stadt Burgwedels auch zum Vorbild vieler Bürgerinnen und Bürger“. Das sei eine ganz wichtige Botschaft. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt bedankte sich bei der Verwaltung für ihren Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten das alles allein gestemmt, es sei keine leichte Aufgabe, 1,2 Millionen Euro neben der normalen Tagesarbeit zu verbauen.