Staatsminister besucht IWU

Staatsminister Hendrik Hoppenstedt (l.) im Gespräch mit IWU-Vertretern im Zentrum von Wettmar (v. l.): Katja Szillat, Jörg Szillat und Björn Reschke. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Hendrik Hoppenstedt tauscht sich mit Wettmarer Unternehmern aus: „Baustelle ist ein großes Problem“

WETTMAR (bgp). Die Interessengemeinschaft Wettmarer Unternehmer (IWU) bekam am Freitag Besuch von Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU). In einem ausführlichen Gespräch informierte sich der Politiker über das lokale Netzwerk der Gewerbetreibenden, die in regem fachlichen Austausch stehen.
„Es geht viel voran, das Zentrum hat sich toll entwickelt“, stellte der Politiker und Burgwedeler fest. Im Prinzip stimmten ihm die IWU-Vertreter zu, doch durch die Sanierung der Ortszufahrt sei Wettmar „wie abgeriegelt“, monierten sie.
Seit Oktober 2018 werde im Auftrag der Region Hannover die Fahrbahn erneuert, zahlreiche Teil- oder Vollsperrungen bewirkten, das der Ort nicht gut erreichbar sei, bemängelt auch die Wettmarer Apothekerin Antje Caruso. „Das ist ein Drama hier“, sagt sie und spricht ihren Mitstreitern aus der Seele. In Gesprächen mit der Region Hannover habe es durchaus schon Verbesserungen gegeben. Die verwirrende Beschilderung in den umliegenden Ortschaften vermittele jedoch den Eindruck, als könne man gar nicht mehr nach Wettmar gelangen.
Eigene Schilder der IWU hätten ein wenig für Abhilfe gesorgt und darüber informiert, dass Geschäfte und Arztpraxen dauerhaft erreichbar seien. „Langsam geht uns aber die Luft aus“, so Caruso, die bisher schon rund vierzig Prozent Einbußen zu verzeichnen hat. Mit einem Malwettbewerb und anderen Ideen versucht sie, wieder Kunden ins Zentrum zu bekommen.
„Wir haben gemerkt, wie viel Laufkundschaft es aus den Nachbarorten gibt. Die Kunden, die auf der Durchfahrt anhalten, sind uns fast komplett weggebrochen“, pflichtet ihr der erste Vorsitzende Björn Reschke bei. Der Blumenladen im Zentrum Wettmars habe bereits schließen müssen, weil zu wenige Kunden kämen, bedauert er.
Nun sei dort die Informationsstelle für den Ausbau des Kommunikationsnetzes durch die Deutsche Glasfaser eingerichtet worden. Immerhin komme nun „die Glasfaser nach Burgwedel“. Das stimme zwar optimistisch und alle begrüßten natürlich die Aufwertung des Zentrums durch Sanierung und Digitalisierung, doch die Bauphase gehe einfach schon zu lange, so der Tenor.
„Am Ort des Geschehens“ machten sich der IWU-Vorstand und einige Gäste mit Hoppenstedt zu Fuß auf den Weg, um die Baustelle und den Fortgang der Arbeiten zu begutachten. Nebenbei erfuhr der Politiker nicht nur die Sorgen und Nöte der örtlichen Unternehmen, sondern bekam auch einen Eindruck über die vielfältige Arbeit des Netzwerkes mit rund 50 Mitgliedern.
So habe die Wettmarer Gewerbeschau 2018 rund 5.000 Besucher gehabt, berichtete Reschke dem beeindruckten Staatsminister. Fachvorträge zu Themen, die aktuell und wichtig seien, stünden ebenfalls auf dem Programm, ließ der Vorsitzende wissen. Über eine Namensänderung werde auch nachgedacht, weil die Interessengemeinschaft für alle kleinen und mittleren Betriebe in ganz Burgwedel offen sei, so der zweite Vorsitzende Andreas Genske.