St. Martin auf dem Pferd

Traditioneller Martinsumzug zwischen St. Paulus und St. Petri lockte dreihundert Laternengänger

GROSSBURGWEDEL (bgp). Der ökumenische Laternenumzug am Martinstag ist schon lieb gewordene Tradition für viele Burgwedeler Kinder und Eltern. Nach einer kurzen Andacht in der katholischen St. Paulus-Kirche zogen sie mit ihren bunten Lichtern durch die Von-Alten-Straße zur St. Petri Kirche. Angeführt wurde der leuchtende Umzug von Andreas Schubert als St. Martin auf dem Pferd. Obwohl er am Martinstag seinen 70. Geburtstag feierte, ließ es sich Schubert nicht nehmen, hoch zu Ross seine Rolle zu spielen.

Auf dem Domfrontplatz sprudelte das zuvor am Wochenende eingeweihte Wasserspiel in bunten Farben, als die rund 300 großen und kleinen Teilnehmer zu den Laternenliedern des Feuerwehrmusikzuges Großburgwedel daran vorbeizogen. „Das sieht so schön aus“, zeigte der vierjährige Benjamin voller Bewunderung auf das sprudelnde Wasser. Er wurde allerdings vorsichtig von seiner Mutter weiter in Richtung Fußgängerzone geschoben, an Spielen im Wasser war an dem kalten Abend nicht zu denken.

An der Kirche warteten schon ein wärmendes Lagerfeuer und leckere Martinshörnchen. Mit leuchtenden Augen verfolgten die Kinder im Feuerschein das szenische Spiel, in dem der römische Soldat Martin trotz großer Kälte selbstlos seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Die Geschichte spielte im vierten Jahrhundert nach Christus, in dem Martin als späterer Bischof von Tours in Frankreich heilig gesprochen wurde. Die Kinder waren beeindruckt von der Großzügigkeit des Mannes und ließen sich die geteilten Martinshörnchen gleich doppelt schmecken.