Sportliche Erfolge sind nicht alles beim SC Altwarmbüchen

Eckhard Bade (links) hob besonders das Engagement von Geschäftsführer Heiko Hesse (rechts) hervor. (Foto: Renate Tiffe)

Zehn Jahre Erhalt des Hallenbades in Isernhagen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Das Jahr über macht der Schwimmclub Altwarmbüchen von 2005 meistens durch sportliche Leistungen und Erfolge von sich reden. Beim traditionellen Neujahrsempfang, beim Rückblick und Ausblick, spricht der Vorsitzende Eckhard Bade aber dann meist deutliche Worte zur derzeitigen Lage des Vereins.
Nach dem „verflixten siebten Jahr“ der Vereinsgründung und im zehnten Jahr des Erhalts des Hallenbades in Isernhagen ging es auch um neue Herausforderungen für die Zukunft. Nach außen, so Bade, laufe anscheinend alles wie von selbst im SC Altwarmbüchen. Im zehnten Jahr des Erhalts des Hallenbades trete eine gewisse Gleichgültigkeit ein, sowohl in der Öffentlichkeit wie in der Politik.
Die gute sportliche Entwicklung tue ein Übriges dazu. Sie sei ein Ausdruck von guter Arbeit im Verein, was sich meist auch bei den Sportlerehrungen der Gemeinde zeige. Leistungsorientierung sei ein wesentlicher Anspruch des SC. Darüber hinaus gehe es aber auch um die richtigen Entscheidungen für dessen Basis. Und da sei 2012 zu spät reagiert worden als etwa 10 Prozent der Mitglieder weggebrochen seien.
Bade lobte ausdrücklich den engagierten Einsatz der Trainer, verlangte aber doch etwas mehr Fingerspitzengefühl im Sinne des Vereins. Fehlende Mitglieder bedeuten fehlende Einnahmen. Etwa 350 Mitglieder brauche der Verein zum Überleben. Nur mit Unterstützung der Sponsoren sei er am Jahresende vor roten Zahlen bewahrt worden.
Der Kampf gegen steigende Kosten ist allgegenwärtig. Neben den ständig zunehmenden Energiekosten muss auch für den Erhalt des Gebäudes gesorgt werden. Die hohen Meldegebühren machen zu schaffen. Deren Flut solle künftig eingedämmt werden, vermerkte Bade. Eine Arbeitsstunden-Ordnung werde eingeführt, um einen Ausgleich unter den Mitgliedern zu versuchen. Auch andere Vereine würden um diese Maßnahme nicht herumkommen.
Eine Kurskorrektur soll es beim Schwimmen 65 plus geben. Und immer wieder sollen Sonderprojekte die Attraktivität erhöhen. Vorgesehen ist ein gemeinsames Projekt mit der Bürgerstiftung „Isernhagen wird Nichtschwimmerfreie-Zone“.
Eine Herausforderung dürfte die Triathlonsparte werden, deren Gründung bei der nächsten Mitgliederversammlung am 5. Februar vorgeschlagen werden soll. „Radfahren, Laufen, Schwimmen – wir haben gute Voraussetzungen dafür“, so Bade, vor allem auch mit der zur Verfügung stehenden Wasserfläche am Altwarmbüchener See.
Das erfolgreiche, aber sehr kostenaufwändige Outdoor-Schwimmen könnte damit verbunden werden. Als Anlaufstelle für die Sportler biete sich das Hallenbad an. Viele Gespräche mit anderen Kommunen seien bereits geführt worden.
Bei permanenter Überprüfung sei die Gesamtkonzeption des Vereins richtig, schloss Bade. Er hob besonders die engagierte Arbeit von Geschäftsführer Heiko Hesse hervor „jeder Verein braucht einen Motor“. Dass alles gut laufe und vor allem die Gemeinschaft im Schwimmclub besonders gepflegt werde, bestätigte Altwarmbüchens Ortsbürgermeisterin Marlies Helfers in ihrem kurzen Grußwort. Sie werde immer wieder vorbeischauen, versprach sie.