Sporthalle der Grundschule Großburgwedel wird abgerissen

Die alte Halle wird frühestens nach der Fertigstellung der neuen Halle der Abrissbirne zum Opfer fallen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kultur- und Sportausschuss entschied einstimmig

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Neubau der Sporthalle der Grundschule in Großburgwedel macht gute Fortschritte. Nun scheint aber das Schicksal der alten Sporthalle auf dem Schulgelände besiegelt zu sein: Der Kultur- und Sportausschuss der Stadt hat auf seiner letzten Sitzung am Montag dieser Woche einstimmig die Empfehlung abgegeben, die alte Halle abzureißen. Der Grund: Die Sanierung der Halle käme der Stadt Burgwedel zu teuer.
Architektin Astrid Besser bezifferte die Kosten für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen auf stolze 880.000 Euro. Die alten Duschbereiche müssten weg, die der neuen Halle könnten genutzt werden. Ohne die Investition dieser Summe sei auch eine mögliche angedachte Nutzung der Halle für Kleingruppen nicht möglich. Man hatte gehofft, mit einer Nutzung der alten Halle durch weniger Teilnehmer starke Gruppen die Situation in anderen Sporthallen der Stadt zu Gunsten der Mannschaftssportarten zu entzerren. Die Kosten für den Hallenabriss bezifferte Architektin Besser aus immerhin noch 220.000 Euro. Maßgeblich an dieser noch immer sehr stattlichen Summe sind die Ausbesserungsarbeiten an der Fassade der Mehrzweckhalle, die dort notwendig werden, wo die beiden Gebäude aneinander stoßen.
Die Differenz der beiden Summen sei mit 660.000 Euro immer noch sehr stattlich, sagte Torsten Rieckenberg von der CDU. Seine Partei tendiere deswegen zum Abriss der Halle. Für die FDP ergriff der Ausschussvorsitzende Andreas Frauenberger selbst das Wort: Er halte es für besser, eine weitere neue Halle in Großburgwedel zu bauen. Und die SPD argumentierte mit dem Wohl der Grundschulkinder: „Die brauchen mehr Platz auf dem Gelände, um sich in den Pausen wohl zu fühlen“, argumentierte Achim Lücke für den Abriss. Auch der Wählergemeinschaft waren die Kosten für den Erhalt der Halle zu hoch und den Grünen auch. Die Empfehlung für den Abriss der Halle fiel dann einstimmig.
Die alte Halle wird frühestens nach der Fertigstellung der neuen Halle der Abrissbirne zum Opfer fallen. Astrid Bresser erklärte, mit der Fertigstellung rechne man noch in diesem Herbst. Der Abriss der alten Halle müsse in den Ferien stattfinden, weil der Bauschutt über den Pausenhof abgefahren werden muss. Andernfalls sei die Gefährdung der Kinder zu groß. Als sinnvollster Termin dafür wurden die Osterferien angesehen.