Spende für die Hospizarbeit

Spendenübergabe an den Ambulanten Hospizdienst (v.l.n.r.): Jürgen Veth, Leiter der Heimatstube, mit Ute Rodehorst und Katrin Ziemens.
Großburgwedel (bs). Über eine Finanzspritze in Höhe von 1000 Euro freut sich der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Wedemark-Isernhagen. „Das Geld ist bereits überwiesen und müsste schon auf dem Konto sein“, schmunzelte Jürgen Veth, Leiter der Heimatstube der General-Wöhler-Stiftung, bei der Übergabe des symbolischen Schecks an Hospiz-Koordinatorin Ute Rodehorst in den neuen Räumlichkeiten Auf dem Amtshof 3 in Großburgwedel.
Corona-bedingt sei die Summe leider etwas geringer als im vergangenen Jahr, so Jürgen Veth. 2019 hatte der Leiter der Heimatstube bei seinen Vorträgen und Lesungen in der Vorweihnachtszeit immer ein Sparschwein aufgestellt und um eine Spende für den Hospizdienst gebeten. Da sei eine Menge zusammengekommen.
In diesem Jahr sind fast alle Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Doch einige wenige Vorträge, unter anderem bei der Feuerwehr und im WohnPark, habe er dennoch halten können. „Die dabei gespendete Summe haben wir jetzt einfach aufgerundet“, so Jürgen Veth.
„Wie Sie sehen, können wir die Spende sehr gut gebrauchen“, bedankte sich Ute Rodehorst. Der Umzug an den neuen Standort sei auch finanziell ein Kraftakt gewesen, da komme jede Hilfe recht. Angefangen von dem neuen Laptop, der gerade bestellt werden musste, bis hin zur stundenweisen Finanzierung der Büroassistentin Katrin Ziemens. „Die Verwaltungsaufgaben beanspruchen immer mehr Zeit, die uns für unsere eigentliche Arbeit fehlt“, erläutert Ute Rodehorst die notwendige Unterstützung.
Die neuen Räume des ambulanten Hospizdienstes können sich sehen lassen: Barrierefrei erreichbar, zentral gelegen und mit ausreichen Platz für Schulungen, „Letzte Hilfe-Kurse“, Treffen von Trauernden und neben dem Büro auch ein Rückzugsraum für vertrauliche Gespräche. Darüber hinaus gibt es eine kleine Küche, Bad mit Toilette sowie einen Lagerraum.
„Ich hatte einen ziemlichen Horror vor diesem Umzug“, berichtete Ute Rodehorst. Doch dann sei sie durch das große Engagement der Ehrenamtlichen und die spontane Hilfe vieler weiterer Helfer durch diese Zeit getragen worden. „Das war eine ganz wunderbare Erfahrung“, so die Koordinatorin.
Wann die ersten Angebote des Hospizdienstes starten, ist noch offen. Geplant im kommenden Jahr sind auf jeden Fall ein „Letzter Hilfe-Kurs“ und ein Schulungskurs für Ehrenamtliche in der Sterbehilfe. „Hierfür haben wir schon zwei Herren, die sich engagieren möchten“, freute sich Ute Rodehorst, da männliche Helfer dabei eher die Ausnahme sind.