„Spektakel“ in Fuhrberg

Zwei Schauspieler, Alexander Fabisch und Bernhard Biller, zeigen die ganze Spannbreite ihrer Schauspielkunst. (Foto: ©Christian Hostettler)

Außergewöhnliches Theaterstück im Gemeindehaus

FUHRBERG (r/bs). „Wir sind alle Gelächter, Fabel und Fastnachtsspiel“, so nennt die Leipziger Theaterkompanie ihr Stück zu Martin Luther.
Die Schauspieler haben sich gefragt, warum man jemals auf die Idee gekommen ist, Bronzestatuen von Luther anzufertigen. „Die sind doch viel zu starr für diesen lebendigen und explosiven Geist.“, fanden sie. Also haben sie sich daran gewagt, Geschichtsbücher und Lutherschriften zu studieren. Herausgekommen ist ein Stück, das von Anfang bis Ende fasziniert und begeistert. Pastor Rainer Henne aus Fuhrberg hat das Stück schon zweimal gesehen und sagt: „Wenn mein Geschichtsunterricht in der Schule so gewesen wäre, hätte ich eine Eins gehabt.“. Das war wohl Grund genug, die Leipziger Theaterkompanie auch nach Fuhrberg zu holen.
Zwei Schauspieler, Alexander Fabisch und Bernhard Biller, zeigen die ganze Spannbreite ihrer Schauspielkunst. Beide sind in jeweils mehr als zehn verschiedenen Rollen zu sehen und beherrschen den Wechsel, von einer in die andere Rolle zu schlüpfen. „Es macht Spaß, dabei zuzusehen“, so Henne. Egal ob Bauer, Kardinal oder Kaiser, jede Rolle bekommt ihr eigenes Gesicht.
Wie die Rollen, so wechseln auch die Darstellungsformen: Schauspiel, Mimik, Musik, Gesang, derber Tanz, Schatten- und Fingerspiel – alles ist dabei und macht das ausgehende Mittelalter und Luther selbst wieder lebendig. Außerdem gelingt es, aus Luther keinen Helden zu machen. Er ist und bleibt ein Mensch auf der Suche nach der Wahrheit, genau wie wir. Das schlägt den Bogen in unsere heutige Zeit.
Das Stück ist zu sehen am Samstag, dem 3. November um 16.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Fuhrberg. Die Zeit wurde bewusst so gewählt, um allen Altersgruppen zu ermöglichen dabei zu sein. Der Eintritt ist frei.