Sparkassen-Sportfonds fördert drei Projekte der Turnerschaft

Heidmar Felixson, Gudbjörn Jonsson, die TSG-Vorsitzende Karola Hoppenstedt und Joachim Brandt, Vorsitzender des Regionssportbundes. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
„Kinder können mit Sport und Bewegung den richtigen Weg finden“. Heidmar Felixson und drei seiner „Ballkids“. (Foto: Birgit Schröder)

„Fit für die Zukunft“ unterstützt zukunftsweisende Sportprojekte

GROSSBURGWEDEL (hhs). GROSSBURGWEDEL (hhs). Im vergangenen Jahr wurde der „Sparkassen-Sportfonds“ gegründet, am Montag wurden die erste Ausschüttung in die Tat umgesetzt. Die Turnerschaft Großburgwedel ist dabei stark bedacht worden, insgesamt 4.900 der insgesamt zur Verfügung stehenden 100.000 Euro gehen an Burgwedels Mitglieder stärksten Verein, der damit drei seiner Projekte verwirklichen kann. Insgesamt hatten sich Vereine mit 159 Projekten um Förderung beworben, 78 standen schließlich auf der „Siegerliste“. Die Jury habe keine leichte Aufgabe zu lösen gehabt, sagte Sparkassen-Vertriebsleiter Dierk Meyer. „Es gibt in der Region Hannover so viele förderungswürdige Projekte. Es freut mich allerdings sehr, dass der Sportfonds gleich drei Projekte der TSG fördern konnte“.
Genau das komme nicht von ungefähr, brachte es der Vorsitzende des Regionssportbundes Joachim Brandt auf den Punkt. „Die TSG ist der innovativste Verein im Regionssport und ich sage immer zu unseren Mitgliedern, geht da mal hin und schaut Euch dort die neuen Ideen an“. Karola Hoppenstedt, die Vorsitzende der Turnerschaft, bedankte sich bei den Vertretern des Sportfonds für die Unterstützung. „Als größter Verein in der Stadt mit 30 unterschiedlichen Abteilungen haben wir immer viele und meist auch ganz tolle Ideen für neue Projekte. Dass nun gleich drei davon als förderungswürdig erachtet wurden, freut uns natürlich sehr“.
2.500 Euro gingen an das Projekt „Sport mit Menschen mit geistiger Behinderung“. Diese Idee sei keinesfalls neu sondern werde von der TSG seit 30 Jahren umgesetzt. Inzwischen gebe es acht Gruppen mit 95 behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Projekt habe die Jury überzeugt, weil es professionell strukturiert und wissenschaftlich fundiert sei. 2.000 Euro geht an „e.cokids“, nach Dierk Meyers Worten ein sinnvolles und nachhaltiges Projekt zu Umwelt- und Klimaschutz, dass im April dieses Jahres beginnen soll. 400 Euro gehen an die „Ballsport AG“, eine Kooperation von Grundschule und und Turnerschaft. Das Geld soll für die Konzeption und die Organisation sorgen. Dieses Projektsoll in den Osterferien beginnen und wird von Heidmar Felixson als Trainer geleitet. Felixson ist Trainer der Oberliga-Handballmannschaft der TSG. Er hatte drei Jungen mitgebracht, um zu zeigen, dass miteinander balgen durchaus pädagogisch Sinn macht: „Zunächst ist es wichtig, dass die Kinder lernen, sich zu bewegen und möglichst viele Sportarten kennen lernen“, sagte er. „Ich habe in meiner Heimat Island in Schulen gearbeitet und war Polizist von Beruf. Dabei habe ich gelernt, dass das gefährlichste Alter für Kinder zwischen dem 13. und 16. Lebensjahr liegt. Mit Sport können die Kinder den richtigen Weg finden“, sagte der Vater von vier Söhnen.
Der Sparkassen-Sportfonds arbeitet unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ und unterstützt zukunftsweisende und nachhaltige Sportprojekte in der Stadt und Region Hannover. Stadt- und Regionssportbund sind die Partner. Die Kooperation ist auf fünf Jahre angelegt, wobei jährlich 100.000 Euro verteilt werden sollen. Der nächste Einsendeschluss für Bewerbungen ist am 30. März, gibt der Vorsitzende des Regionssportbundes, Joachim Brandt zu bedenken. 760 Sportvereine gebe es in der Region Hannover, 500 in der Stadt. In den Vereinen sei es immer noch ungewöhnlich, projekt- und zukunftsorientiert zu arbeiten. Vereinen, die Mitglied im Regionssportbund sind, bieten Stadt- und Regionssportbund Hilfestellung an für den Fall ihrer Bewerbung. „Es gibt keine falschen Ideen, aber sie sollten Zukunftsorientiert sein“, formulierte Brand die Grundsätze. Man fördere aber keine Sanierungen und auch nicht den Sportstättenbau. Wenn ein Verein ein Rhönrad möchte, dann kann er das bekommen, aber nur mit einem zukunftsorientiertem Konzept“.