Spannender Zukunftstag im Krankenhaus Großburgwedel

Gesundheits- und Krankenpflegeschüler Matthias Kleinecke half aus, wenn beim Anlegen der Schutzkleidung, wie hier beim 12-jährigen Christopher aus der Realschule Burgwedel, noch eine Schleife zugebunden werden musste. (Foto: Anna Kentrath)

41 Jungen und Mädchen als Krankenpfleger für einen Tag

GROSSBURGWEDEL (ak) Der „Zukunftstag“ ist bereits ein fester Bestandteil des Schuljahres, ein Tag an dem Mädchen und Jungen in Ausbildungsberufe und Studiengänge hineinschnuppern, können. 41 Schüler ab der 5. Klasse entschieden sich Donnerstagvormittag einen ebenso informationsreichen wie erlebnisorientierten Tag im Krankenhaus Großburgwedel zu verbringen.
Von Schulen etwa aus Bad Nenndorf, Schwarmstedt, Mellendorf, aber auch Burgwedel kamen die Schüler, Jungen wie Mädchen, die den Zukunftstag 2011 im Krankenhaus Großburgwedel verbrachten. Eigenverantwortlich übernahmen auch in diesem Jahr wieder die Auszubildenden der Krankenpflegeschule die Planung und Durchführung dieses Tages. Da der sogenannte Unterkurs derzeit Urlaub hat, organisierte der Mittelkurs in diesem Jahr die Aktion und konnte die Erfahrungen einfließen lassen, die sie im vergangenen Jahr gesammelt hatten.
Einführend ging es durch verschiedene Stationen im Krankenhaus, wie die Chirurgie, in der Beinschienen und Infusionen vorgestellt wurden oder aber die Notaufnahme, wo der Schock- und Gipsraum besichtigt werden durfte. Dem theoretischen Teil des Vormittages folgten praktische Übungen rund um den Alltag der Pflegedienstkräfte, um einen Einblick in diesen vielfältigen Beruf zu ermöglichen. Ab 10.00 Uhr konnten die Schüler in kleinen Gruppen bei einzelnen Stationen zu verschiedenen Themenbereichen Erfahrungen sammeln.
Begonnen wurde mit dem Anlegen von Druckverbänden, der vornehmlichen theoretischen Vorführung vom Setzen einer Kanüle zwecks Infusion sowie dem Verbinden vom Daumen oder gar der ganzen Hand. Die Schüler durften unter Anleitung selbst Hand anlegen, wo sich einige der älteren mutig vor trauten, da sie vor kurzem erst einen Erste-Hilfe-Kurs in der Schule absolviert hatten. Weiter ging es mit der Medikamentenausgabe. Kleine Hinweiszettel mit fingierten Patientennahmen und entsprechenden Einnahmevorschriften sollten von den Schülern entsprechend den Einnahmebechern zugeordnet werden. Die Smarties, die als Tablettenersatz fungierten, durften anschließend mit Genuss verzehrt werden.
Spannend wurde es auch im sogenannten Isolationsraum. Gesundheits- und Krankenpflegeschüler Matthias Kleinecke erklärte den Schülern, dass die Unterbringung in diesem gesonderten Bereich in den selteneren Fällen durch eine hoch ansteckende Krankheiten von Nöten sei, sondern vielmehr zum Schutz einiger sehr geschwächter Patienten vor Keimen vorgenommen werde. „Wir schützen uns, wir schützen aber natürlich auch die Patienten“, so Kleinecke. Das Desinfizieren der Hände habe dabei oberste Priorität, aber auch entsprechende Schutzkleidung. Diese durfte von den Schülern dann auch selbst angelegt werden mit Kitteln, Haube, Mundschutz und Handschuhen.
Nicht nur für die Berufsorientierung eignete sich dieser Tag am Krankenhaus Großburgwedel, auch für ihren Alltag nahmen die Schüler einiges in Sachen Erste Hilfe mit. Behandlungen im Krankenhaus wurden für sie wesentlich transparenter, die Angst und Scheu, etwa vor dem Legen eines Zugangs, wurden genommen. Ein Feedback-Bogen am Ende des Zukunftstages ermöglicht es der nächsten Klasse der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Burgwedel auch im kommenden Jahr auf die Wünsche und Anregungen der Schüler einzugehen.