Singen am Haus der Kirche

Zahlreiche Besucher genossen die musikalische Darbietung unter freiem Himmel.

„Kurrende“ im Sitzen und unter freiem Himmel

Kleinburgwedel (bs). Vor rund 15 Jahren ist das Kurrende-Singen von dem inzwischen verstorbenen Pastor Andreas Böger und dem Kirchbauverein ins Leben gerufen worden.
Seither ziehen in der Adventszeit Kleinburgwedeler Gemeindemitglieder, Dorfbewohner und Pastor mit Musikinstrumenten von einem Gastgeber zum anderen. In Garagen und Scheunen werden Weihnachtslieder gesungen, Kekse gegessen, Tee oder Glühwein getrunken und zum Abschluss gibt es eine kleine Andacht. Doch wie bei vielen anderen beliebten Veranstaltungen musste nun aufgrund der Corona-Pandemie auf die Fortsetzung dieser Tradition verzichtet werden.
Damit die Gemeindemitglieder zumindest ein wenig der Atmosphäre des gemeinsamen Singens und Musizierens nachspüren konnten, hatten sich Pastor Jens Blume und der Kirchbauverein eine Alternative einfallen lassen: Musik und Gesang unter freiem Himmel und unter Beachtung geltender Hygieneregeln.
Rund 40 Stühle waren am vergangenen Samstag auf dem Rasen vor dem Haus der Kirche mit entsprechendem Abstand voneinander aufgestellt worden, die trotz frostiger Temperaturen schnell besetzt waren. Doch das engagierte Team vom Kirchbauverein sorgte nicht nur für Nachschub bei den Sitzgelegenheiten, auch warme Decken lagen zum Ausleihen bereit.
Im Flammenschein des brennenden Holzes im Feuerkorb stimmten Pastor Jens Blume mit der Trompete, Musiker der Dorfgemeinschaft sowie Mitglieder des Bläserkreises von St. Marcus die ersten Töne von „Alle Jahre wieder ...“ an. Erst leise summend fielen nach und nach die rund 60 Besucher mit Gesang in die eingängige Melodie ein. Es folgten noch die Weihnachtsklassiker „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, „Fröhliche Weihnacht überall ...“ bis hin zum abschließenden „O Tannenbaum“. Eine rundum gelungene „Kurrende“, die die Herzen wärmte.