Sicher die Straße überqueren

Anastasia (vorne r., 6) und Antonia (5) gehen an der Ampel über die Straße. Antje Schneider (hinten links) und Jennifer Fuß folgen ihnen, um mit der gesamten Gruppe an der nahe gelegenen Bushaltestelle weiter zu üben. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Kita Thönse und Polizei arbeiten beim Thema Verkehrserziehung eng zusammen

THÖNSE (bgp). Am Mittwochvormittag mussten die Autofahrer in Thönse vor dem Zebrastreifen und der Ampel häufig anhalten.
Der Grund waren zwölf Vorschulkinder in gelben Warnwesten, die das sichere Überqueren der Straße für ihren Fußgängerführerschein übten. Angeleitet wurden sie von Kontaktbeamtin Antje Schneider und ihrer Kollegin Sina Lange, die zurzeit den Praxisteil ihres dualen Polizeihochschulstudiums im Kommissariat Großburgwedel absolviert.
Die Mädchen und Jungen kamen jedoch nicht gänzlich unvorbereitet. In den Wochen zuvor hatten die beiden Erzieherinnen Jennifer Fuß und Miriam Kelb fleißig mit den zukünftigen Erstklässlern in der Kita Verkehrserziehung geübt. Nun hatten sie Gelegenheit, ihre Schützlinge unter fachlicher Aufsicht der Polizeibeamtinnen in der Praxis zu begleiten.
Alle Kinder, die sich sicher im Verkehr bewegen konnten, bekamen im Anschluss den Fußgängerführerschein von den Polizistinnen überreicht. Dieser enthält ein Bild des Kindes und bescheinigt, dass es richtig über den Zebrastreifen gehen und eine Straße mit Ampel überqueren kann ebenso wie eine Straße ohne diese Querungshilfen. Rund zwanzig Kindertagesstätten in den Kommunen Isernhagen und Burgwedel werden von Antje Schneider und ihrem Team mit dem Programm zum Fußgängerführerschein betreut.
Der Fußmarsch führte die angehenden Thönser Verkehrsexperten von der Kita zur Hauptstraße an den Zebrastreifen nahe der Kapelle und die Ampelanlage vor der Grundschule. Am Zebrastreifen traten die Kinder zu zweit mit Antje Schneider an den Fahrbahnrand: „Nun müsst ihr erst nach links, dann nach rechts und noch einmal nach links schauen.
Am besten hebt ihr auch den Arm, damit die Autofahrer sehen, dass ihr über die Straße wollt“, erklärt sie. Als alle Autos in respektvollem Abstand zum Stehen gekommen sind, dürfen die Kinder auf die andere Straßenseite gehen und werden von Sina Lange in Empfang genommen.
Im Sommer werden die beteiligten Kinder eingeschult und sind mit diesen Übungen gut vorbereitet. Selbständigkeit stehen für Antje Schneider und ihre Helferinnen hoch im Kurs, denn die späteren Grundschüler sollen in die Lage versetzt werden, sich ohne Hilfe im Verkehr zu bewegen und den Schulweg sicher zu bewältigen. „Sehr viele Kinder werden heute nur noch mit dem Auto gebracht, da ist es gut, wenn sie den Fußweg üben“, ist Miriam Kelb überzeugt.