Seniorenweihnachtsfeier mit vielen Überraschungen

Etwa 170 Senioren aus Großburgwedel folgten diesmal der Einladung des Ortsrates, mehr als im vergangenen Jahr. (Foto: Renate Tiffe)
 
Margarete Meier und Regina Gresbrand wurden von Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. (Foto: Renate Tiffe)

170 ältere Großburgwedeler erlebten frohe gemeinsame Stunden

GROSSBURGWEDEL (ti). Viele Ältere in Großburgwedel freuen sich schon auf den festen Termin im Dezember, an dem der Ortsrat zur Seniorenweihnachtsfeier in der großen Halle der Grundschule im Mitteldorf einlädt. Was für die einen in Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Vereinen eine logistische Meisterleistung ist, sind für die anderen ein paar frohe gemeinsame Stunden. Etwa 170 Senioren folgten diesmal der Einladung, mehr als im vergangenen Jahr.
Sie erlebten zuerst eine Überraschung, als der 10-jährige Joschua Göke sie nach dem Musikstück des Feuerwehrmusikzuges begrüßte und anschließend dem Ortsbürgermeister das Wort erteilte. Der hatte beim Aufstellen der Tische und Stühle mit dem Jungfeuerwehrmann über die Begrüßung gesprochen, war dann aber doch einigermaßen überrascht, als der Junge ihn beim Wort nahm und mit vorbereiteter Begrüßungsrede bei der Feier erschien. Kurzentschlossen senkte Rolf Fortmüller das Mikrofon herab und hatte damit schon den Applaus und die Herzen der Gäste gewonnen.
Der Großburgwedeler Ortsbürgermeister moderierte die Veranstaltung und hatte einleitend viel zu sagen, u.a dankte er den Anwesenden für ihre Aufbauleistung nach dem Zweiten Weltkrieg – keine Selbstverständlichkeit bei diesem Anlass. Er stellte die FDP-Kommunalpolitikerin Frau Dr. Itzel-Kietzmann (FDP) als neues Ortsratsmitglied vor und würdigte das hohe Engagement der Ehrenamtlichen in Großburgwedel. Im Verlauf des Nachmittags nahm er zwei Ehrungen des Ortsrates für Margarete Meier und Regina Gresbrand vor.
Nach Kaffeetafel und gemeinsam gesungenen Liedern entfaltete sich das Programm mit der Aufführung der Initiative von Kunst und Kultur für Kinder. Unter der Leitung von Regina Gresbrand wurde das Märchen „Hänsel und Gretel“ dargestellt, ein Spiel, das den begeisterten Senioren in guter Erinnerung bleiben wird. Pfarrer Hubert Schultz von der katholischen St. Paulus-Kirchengemeinde sprach aufbauende Worte von der Fehlbarkeit der Menschen, die angesichts der Krippe an Bedeutung verliert. Es folgte der Auftritt des Männergesangvereins „Concordia“ mit festlichen Weihnachtsliedern, dirigiert von Rudolf Neumann. Als Kontrast enterten dann die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchores des Männergesangvereins „Germania Wettmar“ die Bühne. Begleitet von Volker Bublitz mit dem Akkordeon gaben sie ihr Bestes. Am Ende sangen alle gemeinsam „Stille Nacht“ und im großen Saal gingen kurz die elektrischen Lichter aus. Was von manchen als stimmungsvoller Abschluss gedeutet wurde, war dann aber doch nur ein versehentlicher Schaltfehler.

Ehrungen für zwei verdiente Ehrenamtliche

Bei seiner Seniorenweihnachtsfeier lässt es sich der Großburgwedeler Ortsrat nicht nehmen, die Arbeit der ehrenamtlichen Tätigen zu würdigen. Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller verlieh in diesem Jahr die Auszeichnungen an Margarete Meier und Regina Gresbrand.
Margarete Meier, 84 Jahre alt und im Berufsleben Schulsekretärin am Gymnasium, engagiert sich seit über 35 Jahren bei der AWO, und gehört seit längerer Zeit dem Vorstand an. Neben dieser Arbeit gehört sie dem Besuchsdienst im Verband aber auch in der St. Petri-Kirchengemeinde an.
Lang fiel die Laudatio für Regina Gresbrand aus, die mit ihrer Familie seit 1978 in Großburgwedel lebt und viele ehrenamtliche Tätigkeiten im sozialen Bereich ausgeübt hat. Neben mehreren Aufgaben in der St.Petri-Kirchengemeinde trat sie seit 1997 als Übungsleiterin für Historische Tänze in der Turnerschaft Großburgwedel hervor - mit vielen öffentlichen Auftritten, die mit großem Beifall aufgenommenen wurden. Eine herausragende Bereicherung für Burgwedel ist die Initiative Kunst und Kultur für Kinder, die sie im Jahr 2008 gründete und die Kindern aus benachteiligten Familien den Zugang zu eben diesen Bereichen ermöglicht. Fast folgerichtig entwickelte sie 2012 daraus das Interkulturelle Frauenfrühstück, das soeben durch die finanzielle Förderung auch Anerkennung durch die Stadt fand.