Seifenkisten wieder auf Vordermann gebracht

Jörg Knöfel und Gernot Garitz haben gemeinsam mit den Kindern die Seifenkisten wieder renntauglich gemacht. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Seifenkistenrennen am kommenden Sonntag, 24. Juli in Wettmar

GROSSBURGWEDEL (hhs). Rennen fahren ist ebenso anzugehen wie Polizist werden: Man muss früh anfangen sich dafür zu interessieren. Bei der Polizei wird man auch nicht als Kriminalkommissar eingestellt, und wer später einmal als Rennfahrer seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, dem sei geraten, in den unteren Rennklassen anzufangen. Eine gute Gelegenheit dazu, die Faszination Geschwindigkeit hautnah zu erleben, bietet sich am kommenden Sonntag, 24. Juli ab 15.00 Uhr wieder beim Seifenkistenrennen in Wettmar. Das ist seit vielen Jahren eine der beliebtesten Ferienpassmaßnahmen in Burgwedel und wird vom Ortsrat Wettmar immer mit großem Erfolg durchgeführt. Hier sind alle Fahrerinnen und Fahrer ab acht Jahren zugelassen, man kann sich noch am Renntag, direkt vor dem Rennen dazu anmelden. Wer keine eigene Seifenkiste sein Eigen nennt, kann auch eine der Seifenkisten der Jugendpflege der Stadt Burgwedel zurückgreifen. Man muss sich nur einen festen Helm mitbringen, und 2,50 Euro Startgeld.
Natürlich geht es bei dieser Veranstaltung ebenso professionell zu wie bei einem Grandprix der Formel I. Neben der Rennplanung, die hier immer mit der Vorbereitung des Ferienpasses einhergeht, muss man sich auch über die Fahrzeuge Gedanken machen. Die Renner der Jugendpflege wollen ebenso akribisch und fachmännisch gewartet werden, wie die Boliden im richtigen Rennen. Dazu organisieren die Veranstalter immer eine zweite Ferienpassmaßnahme im Vorfeld des Rennens. Die hieß in diesem Jahr „Wir machen die Seifenkisten flott“ und fand am Donnerstag und Freitag vergangener Woche in der Werkstatt der Jugendpflege statt, unter fachkundiger Aufsicht von Jörg Knöfel. Der Kursleiter konnten neun Jungen und ein Mädchen begrüßen, und einen „Opa“, Gernot Garitz, der auch jede Menge Ahnung vom Basteln hatte und den Nachwuchsmonteuren mit Rat und Tat und guten Tipps zur Seite stand.
Zu beginn der Aktion wurden die Seifenkisten gewissermaßen runderneuert. Die Kinder mussten Teile auswechseln, für ausreichend Luft auf den Reifen sorgen und natürlich die flotten motorlosen Rennboliden an den beweglichen Teilen kontrollieren. Einige mussten auch wieder blitzblank geputzt werden. „Das ging eigentlich alles ziemlich schnell in diesem Jahr“, freute sich Jörg Knöfel am Freitagvormittag. Gegen Mittag zum Ende der Veranstaltung hin, wurden einige der Flitzer dann auch Probe gefahren, ein paar Meter die Rampe am Jugendtreff in der Wiesenstraße hinunter. Damit die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen konnten, hatte der Kursleiter etwas besonderes vorbereitet: Sie konnten sich kleine Seifenkisten-Modelle aus Holz basteln. „Das muss sein“, sagte Jörg Knöfel. „Die meisten der Teilnehmer hier sind in der kommenden Woche zum Rennen nicht hier, sie fahren in den Urlaub. Da ist ein kleines Andenken an die gemeinsame Arbeit hier schon nützlich“.