Schwerer Verkehrsunfall auf der L 310 kurz hinter dem Ortsausgang Fuhrberg

Ein gespenstisches Bild: Der schwer verletzte Fahrer ist aus dem Fahrzeug geborgen und wird im Hintergrund medizinisch versorgt. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Zur Bergung des Verletzen mussten Dach und Türen entfernt werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Verletzter Autofahrer schwebt in Lebensgefahr

FUHRBERG (hhs). FUHRBERG (hhs). Gestern Abend (Sonntag, 24. Juli) um 21.12 Uhr befuhr ein Kraftfahrer die L 310 in Fuhrberg Richtung Celle. Nur etwa 100 Meter hinter dem Ortsausgang verlor der Fahrer bei dem Versuch, ein anderes Fahrzeug zu überholen, offenbar die Kontrolle über seinen Mercedes, ein älteres sogenanntes „T-Modell“, und prallte gegen eine Birke einen halben Meter neben der Fahrbahn. Die Vorderachse samt Motor rissen durch den Aufprall heraus und landeten auf der linken Fahrbahnseite etwa 30 Meter vor der Einmündung Wasserwerkstraße. Der Rest des Fahrzeuges drehte sich und schoss in den Straßengraben rechts neben der Fahrbahn. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt eingeklemmt. Als die Freiwillige Feuerwehr Fuhrberg um 21.16 Uhr am Unfallort eintraf, soll der Mann noch ansprechbar gewesen sein.(
Die Bergung des verletzten Fahrers gestaltete sich schwierig, das war den Feuerwehrkameraden um Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser und seinem Stellvertreter Torsten Allert sofort klar. Die Lage des verunfallten Mercedes im Graben war instabil und schnell war erkannt, dass die Stützpunktwehr Fuhrberg mit ihrem Rettungsgerät lange Zeit benötigen würde, ehe sie den Verletzten bergen könne. Eine „Hauruck-Aktion“ war angesichts des Zustands des schwer verletzten Fahrers ausgeschlossen. Sofort war die Entscheidung getroffen, zusätzlich noch die Kameraden aus Kleinburgwedel und Großburgwedel hinzuzuziehen, um die Rettung, wie es im Fachjargon heißt, patientengerecht auszuführen. Großburgwedel verfügt schon über „schweres Gerät“, Spreizer und Schere, die dem verstärkten Schutz der meisten PKW gewachsen sind. (Unterdessen waren mehrere Rettungswagen, die Polizei und auch der Rettungshubschrauber vor Ort und die L 310 war großräumig abgesperrt worden. Die Sperrung wurde erst spät in der Nacht gegen 0.30 Uhr aufgehoben. Notärzte und Sanitäter versorgen inzwischen den schwerverletzten Fahrer. Bei diesem soll es sich um einen in Celle wohnhaften britischen Staatsbürger handeln, der in einem Gemisch von Deutsch und Englisch erklärt habe, er habe sich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause befunden. Nach Auskunft der Polizei ist der Mann 39 Jahre alt.( Unterdessen hatten die Feuerwehren das Dach des Mercedes entfernt. Das brachte auch noch keine endgültige Lösung. Der vom Aufprall auf Baum und Straßengraben zusammengestauchte Wagen hatte seinen Fahrer ausgesprochen unglückliche eingeklemmt, so dass Spreizer und Scheren auch im Fahrzeuginneren eingesetzt werden mussten. Gegen 21.55 Uhr wurde der verletzte Fahrer vorsichtig aus dem Fahrzeug herausgehoben und auf eine Trage gelegt. Hier versorgten ihn die Notärzte noch einige Minuten lang im strömenden Regen. Anschließend wurde der Mann in ein Krankenhaus geflogen.( Dieser Unfall ähnelt mehreren anderen, die sich in den vergangenen Jahren in diesem Straßenbereich ereignet haben. Zuletzt hatte ein auf ähnliche Weise verunglückter Porsche für Aufsehen gesorgt, der sich an der Einmündung Wasserwerkstraße ereignet hatte. Der Fahrer war damals bei diesem Unfall zu Tode gekommen. Von den Helfern direkt vor Ort erklärten mehrere unisono: Der Fahrer müsse direkt hinter dem Ortsausgang Fuhrberg Richtung Celle „voll beschleunigt haben“, anders sei die hohe Energie nicht denkbar, die dazu geführt habe, dass Vorderachse und Motor des Fahrzeugs aus dem Rest der Karosserie herausgerissen werden konnten. Der Fahrer habe offenbar infolge stark überhöhter Geschwindigkeit auf der regennassen Straße bei dem Versuch, ein anderes Fahrzeug zu überholen, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sei dann mit der A-Säule gegen die Birke geprallt. Das sollen laut Feuerwehr mehrere Zeugen des Unfalls noch am Abend erklärt haben. Der Fahrer schwebt nach Polizeiangaben weiterhin in Lebensgefahr.