Schüler der Pestalozzi-Schule gingen auf Zeitreise

Olaf Brans, sozialpädagogischer Mitarbeiter, mit zwei Schülern bei der Metallbearbeitung. (Foto: Susanne Janisch)

Spannende Projektwoche der Burgwedeler Förderschule

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Der achtjährige Lucas pinselt mit selbstgemachter Farbe steinzeitliche Tiere auf große Blätter. In einer anderen Schulklasse der Förderschule Burgwedel biegt Robert vorsichtig den Körper einer Mumie aus Hasendraht zurecht. Um die beiden herum: ein Gewusel aus 130 Schülern und zahlreiche Lehrer und Erzieher. Normaler Schulunterricht sieht anders aus.
Wer in der vergangenen Woche in die Nähe der Schule kam, wird sich gewundert haben. Es wurde gemalt und gekocht, gespielt, gefilmt und gebastelt. Man sah einige Schüler mit Schreibblöcken und Kamera, immer auf der Suche nach Material für die Schülerzeitung. Auf dem Schulhof schmiedete die Projektgruppe „Metall“ an Tellern und Besteck, das aussehen sollte „wie aus dem Mittelalter“ und im Werkraum bastelte eine Gruppe „Reise durchs Weltall“ Zeitmaschinen.
Insgesamt 14 Projektgruppen waren in der letzten Woche rund um das Thema Zeitreise aktiv. Gemeinsam mit Pädagogen aus der Jugendhilfe und Lehrern arbeiteten die Erst- bis Neuntklässler daran, sich den verschiedenen Zeitepochen auf unkonventionelle Art zu nähern. Förderschulrektor Dirk Hüsken erklärt: „Die Projektwochen gestalten wir immer praxisnah und thematisch breit gefächert, damit unsere Schüler alters- und klassenübergreifend arbeiten können.“
Vor Beginn der Projektwoche waren die Schüler und Lehrer noch etwas aufgeregt, ob auch alles klappen würde. Aber spätestens am letzten Tag war klar: Es hat geklappt. Daran ließen die Ergebnisse keinen Zweifel. So inszenierten zum Beispiel Schüler das Theaterstück von Romeo & Julia. Ein Science Fiction Videofilm „Operation Herzenswärme“ wurde von den Schülern gespielt und gedreht. Außerdem gab es zahlreiche bunt verzierte Burgen, Schwerter und Schilder aus Pappe und Holz. Eine große in Gips eingewickelte Mumie, selbst hergestelltes Papyrus und Lesezeichen konnten bestaunt werden. Die Gruppe „Schöpfung der Welt“ bastelte der Schöpfung entsprechend Pflanzen, Dinosaurier und dann den Menschen. Diese und viele weitere Ergebnisse wurden Freitagvormittag zum Abschluss der Projektwoche präsentiert. Eltern, Großeltern und Geschwister konnten sich dort bei Getränken und Gerichten aus dem Mittelalter oder Zeit der Ägypter anschauen, was die Kinder in einer Woche so alles auf die Beine gestellt haben. „Die Kinder sind natürlich furchtbar stolz auf ihre Werke, darum ist ihnen auch wichtig, diese vor allem ihren Eltern zeigen zu können“, erläutert Anne Brans, Pädagogische Mitarbeiterin an der Förderschule. Außerdem weist sie daraufhin, dass die Hilfe der Erzieher aus der Jugendhilfe sehr hilfreich war. „Dank ihrer Unterstützung hatten die Kinder den Luxus, dass sich drei Erwachsene um acht bis zehn Schüler kümmern konnten“, so Brans.
Dirk Hüsken ist zufrieden mit der Projektwoche: „Lehrer, pädagogische Mitarbeiter und Erzieher haben großes Engagement gezeigt, das bereichsübergreifende Arbeiten der Stiftung war ein Erfolg und vor allem hatten die Schüler Spaß am Lernen.“