„Schönstes Ortszentrum liegt hinter Büschen versteckt“

„Was nützt uns das schönste Ortszentrum Burgwedels, wenn es hinter Büschen versteckt liegt?“, erklärte Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer hinsichtlich des Fuhrberger Gemeindehauses (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Nur noch aus Flickwerk besteht die Alte Burgwedeler Straße. Hier muss die Fahrbahndecke grundlegend erneuert werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ortsrat Fuhrberg geht Schlaglöcher und Dorfverschönerung an

FUHRBERG (hhs). Im Verlauf seines Berichts anlässlich der letzten Sitzung des Ortsrats Fuhrberg führte Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer aus, dass er in letzter Zeit häufig von Anliegern der Mellendorfer Straße angesprochen werde auf den desolaten Zustand der Fahrbahndecke der L 310 in diesem Bereich. Der Straßenbelag verursache jetzt eine Menge Lärm, was immer häufiger beklagt werde.
Er habe die beiden Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann von der CDU und Marco Brunotte von der SPD auf den schlechten Zustand dieses Streckenabschnitts der Landesstraße angesprochen. Die beiden Abgeordneten für den hiesigen Bereich Fredermann und Brunotte seien aber sensibilisiert für das Problem. „Unser Ziel muss in dieser Beziehung die Erneuerung der gesamten Fahrbahn sein, von Ortsschild zu Ortsschild“, so formulierte es der Ortsbürgermeister. Der Ortsrat stimmte einem entsprechenden Beschluss einstimmig zu.
Auf der Agenda des Ortsrats der noch nicht erledigten Vorhaben in der Ortschaft befinden sich noch einige, die aufgrund der Kosten in den vergangenen Jahren erst einmal auf Eis gelegt worden waren. Dazu gehört auch der Ausbau der Alten Burgwedeler Straße. Inzwischen ist die Notwendigkeit einer Grundsanierung kaum noch zu übersehen. Die Straße besteht nur noch aus Flickwerk und Schlaglöchern, was für zusätzlichen Lärm für die Anlieger sorgt. Ähnliches gelte auch für die Kurze Straße, die im Plan als Schotterweg geführt werde. Hier empfahl der Ortsrat die zeitnahe Behandlung und Weiterbearbeitung beider Themen im Tiefbauausschuss.
Gleiches gilt die Umgestaltung des sogenannten Kirchplatzes in Fuhrberg, mit dieser Bezeichnung ist der Bereich der Straße „An der Kirche“ und Einmündung „In den Tweechten“ direkt vor dem Gemeindehaus gemeint.
Auch hierzu hatte schon eine Diskussion im politischen Raum stattgefunden. Damals war man sich einig darüber gewesen, dass dieser Platz ausgebaut werden soll. Die Pflasterung und letztlich auch die Zuwegung zum Gemeindehaus der Kirchengemeinde Fuhrberg könne man nicht mehr als Behinderten gerecht bezeichnen. Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf einen Rollator angewiesen seien, hätten dort große Schwierigkeiten.
Die Ludwig-Harms-Kirchengemeinde in Fuhrberg sei gegenwärtig in einem Denkprozess, wie sie die Nutzung ihres Gemeindehauses wirtschaftlicher gestalten könne. Auch in diesem Zusammenhang erscheine es sinnvoll, den Platz vor der Einrichtung attraktiv auszubauen, führte Neddermeyer aus. Für den gesamten Bereich müsse eine klare Definition erarbeitet werden.
Das historische Pflaster sei nicht mehr zeitgemäß und schließlich müsse der Zugang zum Gemeindehaus vernünftig gemacht werden. Der Ortsrat formulierte einen Antrag an die Verwaltung, sie möge die damals zurückgestellten Planungen für den Kirchplatz nun weiter vorantreiben. Der Ortsrat werde mit dem Kirchenvorstand sprechen. „Die Schönheit des Platzes muss unbedingt dargestellt werden. Was nützt uns das schönste Ortszentrum Burgwedels, wenn es hinter Büschen versteckt liegt?“, fragte der Ortsbürgermeister in die Runde. So wie sich dieser Bereich jetzt darstelle, müsse unbedingt etwas getan werden.