„Schnupperdienst“ bei der Wettmarer Jugendfeuerwehr

„Wasser läuft“. Zwar brannten die Bäume an der Böschung nicht wirklich, aber die Übung klappte.  (Foto: Renate Tiffe)

Ingo Bähre: „Wir haben sechs Plätze frei“

WETTMAR (ti). 20 Mitglieder im Alter von 10 bis 16 Jahren zählt die Wettmarer Jugendfeuerwehr. Eine Zahl, auf die Jugendleiter Ingo Bähre stolz ist, zumal soeben sechs seiner Schützlinge in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr übernommen werden konnten. Sechs Plätze sind also frei geworden. Was lag näher, als am ersten Übungstag nach den Ferien einen „Schnupperdienst“ anzubieten?
Dass nur ein Junge interessiert war und am ersten Tag dabei war, verdross den erfahrenen  Feuerwehrmann offensichtlich nur wenig. „Wir sind das ganze Jahr über offen für Neuanfänger und bis jetzt hat es noch immer geklappt“, bemerkte er und ging zur Tagesordnung über. Die Aufgabe: ein Böschungsbrand am Rosengarten (eine Flurbezeichnung im Bruch) sollte gelöscht werden. Wie von Zauberhand geleitet standen 13 Mädchen und Jungen in ihren Übungsanzügen in Reih und Glied und verteilten sich ohne wenn und aber in die bereitstehenden Feuerwehrautos. Ab ging`s mit Blaulicht. Vor Ort  vollzog sich der „Einsatz“ ebenso reibungslos. Unter Anleitung und den Erklärungen von Bähre und seinem Feuerwehrkollegen Benjamin Röben wurden Schlauchbrücken gelegt und das Wasser aus dem nahen Bach über den Verteiler auf den Weg gebracht.
Nicht nur Übungen solcher Art stehen für die Kinder und Jugendlichen auf dem Plan. Auch Spiel und Spaß kommen nicht zu kurz. Freuen können sie sich auf die Fahrt im Oktober in den Heidepark bei Soltau, wenn sich dort die Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Bezirk treffen.
Wie nützlich  eine Ausbildung in der Jugendfeuerwehr sein kann, hat in diesen Tagen eine Zeitungsmeldung gezeigt. Auf der Insel Sylt konnte ein dreizehnjähriger Feriengast dank seiner Erfahrung nicht nur einen weiteren Brand verhindern, sondern – weil er so schnell war in der Meldung - auch noch dazu beitragen, den Brandstifter zu fassen.