Schneemöhrenweitwurf in der Bücherei Burgwedel

Nulli und Priesemut in angeregter Diskussion mit Lissy, gespielt von Andrea Haupt, wie ein richtiger Schneemann denn eigentlich auszusehen habe. (Foto: Anna Kentrath)

Wolfsburger Figurentheater Compagnie begeistert Kinder und Eltern

GROSSBURGWEDEL (ak). Ein zarter Hauch von Weiß hatte sich vergangenen Freitag auf die Landschaft gelegt, als es in Sachen Schnee auch in der Bücherei Großburgwedel hoch her ging. Das Wolfsburger Figurentheater Compagnie begeisterte in zwei nachmittäglichen Vorstellungen insgesamt über 250 Kinder, Eltern und Großeltern, die gespannt das Schneetreiben des Frosches Priesemut sowie Hase Nulli verfolgten. Die Geschichte orientierte sich an den Bilderbüchern von Matthias Sodtke.
Menschliche Mitspielerin und Schlichterin zwischen den Freunden Nulli und Priesemut war Lissy, eigentlich Lieselotte, gespielt von Andrea Haupt, in deren gepflegten Kleingarten Hase und Frosch gemeinsam wohnen. Eine Schneeballschlacht mit dem Publikum gab den Auftakt zum Beginn des Figurentheaters. Weiße, flauschige Kugeln flogen durch die Luft und hielten Lissy schwer auf Trab. „Mögt ihr Schnee auch so gern wie ich“ fragte die Puppenspielerin die anwesenden Kinder? Und aus dem Publikum kam prompt die Antwort: „Ich habe schon einmal Schnee gegessen“.
Die Kinder zeigten sich als echte Experten in Sachen Schnee und zählten fleißig auf, was man alles mit der weißen Pracht anstellen kann, doch eines und da war Lissy sich vorher schon sicher, kannten sie nicht; zum einen Schneemöhrenweitwurf, eine Hasenspezialität von Nulli, zum anderen Brummerschlacht, ganz eindeutig das Terrain des Frosches Priesemut. Auch der Schneemann der Freunde sah etwas anders aus, als es die jungen Zuschauer sonst kannten. Mit Möhrenohren, Stockhaaren und großen runden Kastanienaugen schufen sie einen „Schneehasen-Froschmann“.
Um Kompromisse ging es in dieser Geschichte, darum die Eigenarten, das anders sein seines Gegenübers anzuerkennen und einen gemeinsamen Weg zu finden. Das Figurentheater zeigte spielerisch den freundschaftlichen Umgang miteinander und sprach die Kinder, aber auch Erwachsenen persönlich an. Besonders in Sachen Weihnachten, wo viel Verwandtschaft aufeinander trifft, ist Toleranz untereinander gefragt und genau davon berichteten Lissy, Nulli und Priesemut in einer ebenso spannenden wie lustigen Geschichte.