Schmetterlingsstrauch lockt den kleinen Perlmuttfalter in die Gärten

Deutlich sind die Perlmuttflecken auf der Flügelunterseite erkennbar. (Foto: Hans Hermann Schröder)

In freier Natur liebt der Falter Stiefmütterchen und Veilchen

BURGWEDEL (hhs). Der sogenannte „Kleine Perlmutterfalter“, umgangssprachlich auch einfach Perlmuttfalter genannt, mit wissenschaftlichem Namen Issoria lathonia, ist ein prächtiger kleiner Vertreter aus der Familie der Edelfalter. Eigentlich kommt er nur auf Trockenrasen, sonnigen Hängen, Lichtungen und Brachflächen vor und glücklicherweise ist er immer noch weit verbreitet in ganz Europa. Nur lässt er sich selten aus der Nähe betrachten, denn der Falter ist ausgesprochen scheu. Im Moment aber blühen die Schmetterlingssträuche in den Gärten, und die sind auch für den kleinen Perlmutterfalter unwiderstehlich.
Seinen Namen hat der kleine Schönling von den perlmuttschimmernden Flecken auf der Unterseite seiner Hinterflügel. Wenn der Falter auf den Blütenrispen der Buddleja sitzt und die Flügel über dem Rücken zusammengeklappt hat, sieht man diese Perlmuttabzeichen in der Sonne prächtig schimmern und funkeln. Zwei Generationen schaffen die Perlmutterfalter jährlich, die erste im April und Mai, die zweite von Juli bis Mitte September. Der Schmetterling legt seine Eier an den Nahrungspflanzen für die späteren Raupen ab: Das sind in erster Linie das Ackerstiefmütterchen (Viola arvensis) aber auch an Veilchen, insbesondere am Märzveilchen (Viola odorata). Die Raupen fressen die Pflanzenblätter und es dauert nicht lange, bis sie sich verpuppen. In der Schmetterlingszucht haben Versuche gegriffen, diese Art mit Gartenstiefmütterchen zu füttern. Vielleicht sollte man einmal versuchen, einen Topf voller hochgewachsener unansehnlicher Gartenstiefmütterchen bis ins Frühjahr stehen zu lassen, vielleicht kann man dann seinen „eigenen“ Perlmutterfalter etwa ab Ende April beobachten.