Schmalzkuchen locken Groß und Klein

Heimelige Stimmung: Beim Weihnachtsmarkt wird trotz Schmuddelwetter gerne gebummelt. (Foto: Wiebke Molsen)

Weihnachtsmarkt gelingt die Mischung von kulinarischen und künstlerischen Genüssen

GROSSBURGWEDEL (wim) Der Duft weht über den ganzen Platz und lockt und kleine und große Naschkatzen an.
Die Schmalzkuchen, die Bäckermeister Jürgen Henke schon vor 42 Jahren aus dem Küchenfenster verkauft hat, sind immer noch der Renner auf dem Weihnachtsmarkt in Großburgwedel. „Wir sind extra deswegen hergekommen“, bestätigen Lana und Mika Fischer. Sie lassen sich je eine Tüte der süßen Leckerei schmecken. Dass sein Schmalzgebäck so gut ankommt, freut auch den Bäckermeister. „Wir haben großen Spaß daran“, sagt Henke. Für ihn ist die Bude auf dem Weihnachtsmarkt keine Arbeit, sondern vielmehr wie ein großes Familientreffen mit langer Tradition.
Seit immerhin 20 Jahren sind auch Susanne und Thomas Lindemann mit ihrer Würstchenbude auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Pommes und Bratwurst gehen immer“, weiß Susanne Lindemann. Sie schätzt den Großburgwedeler Weihnachtsmarkt vor allem wegen seiner familiären Atmosphäre.
„Es ist alles niedlich und klein“, sagt sie und hebt auch das Kunsthandwerkerzelt als Besonderheit hervor. Seit fünf Jahren versammeln sich die Kunsthandwerker in dem 250 Quadratmeter großen und erstmals auch beheizten Zelt.
„Cateringbuden wie die von Lindemann sponsern das Zelt für die Kunsthandwerker“, erläutert Organisator Kalle Schridde. Denn erst das Kunsthandwerk bringe das nötige Flair, die größeren Einnahmen hätten jedoch die Buden, die Getränke und Essen verkauften. „Ohne Kunsthandwerk fehlt etwas“, ist sich Schridde sicher. Damit sich die Menschen in dem Zelt länger aufhalten, werde dort auch Kaffee und Kuchen verkauft. Zudem schenke die Burgwedeler Brauerei ihr Dunkelbier aus. „An 60 Sitzplätzen können sich die Besucher ausruhen“, sagt Schridde.
Insgesamt bieten etwa 40 Aussteller auf dem Weihnachtsmarkt ihre Waren an. „80 Prozent sind Vereine und Institutionen, die das ehrenamtlich machen“, sagt Schridde. So wie Anke Bsteh, stellvertretende Vorsitzende der SPD Burgwedel, die selbstgekochte Chutneys, Marmeladen und selbstgebackene Plätzchen zugunsten des Vereins FRÜHerLEBEN in Hannover verkauft. „Wir sind zum dritten Mal dabei und helfen jedes Jahr einem anderen Projekt“, sagt sie.
Für die kleinen Besucher des Weihnachtsmarkts sind das Kinderkarussell und die Lauenburger Puppenbühne beliebte Anziehungspunkte. Mit Glück treffen sie auch noch den Weihnachtsmann. Zum Abschluss haben die meisten dann aber noch mal Appetit auf eine Tüte Schmalzkuchen oder eine Bratwurst.