Schlüsselübergabe für den Neubau

Freude nach der Schlüsselübergabe (v. l.): Thomas Jüngst, Jens Könecke, Arpad Bogya, Patrick von Amsberg und Christina Bielefeld. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Mensa hat eine lichte Raumhöhe von 7 Metern, die Empore ist über einen Treppenaufgang oder barrierefrei mit einen Aufzug erreichbar. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Schulcampus Isernhagen wurde offiziell in Betrieb genommen

ISERNHAGEN/ALTWARMBÜCHEN (bgp). Eigentlich hätte die Schlüsselübergabe für den Schulneubau am Helleweg mit rund 300 Personen stattfinden sollen. „Schade, dass Corona einen Riegel davor geschoben hat“, bedauerte Gemeindebürgermeister Arpad Bogya.
Obwohl die Schülerinnen und Schüler bereits seit zwei Wochen in den neuen Räumen unterwegs waren, tat die kleine Feierstunde der Größe des Moments für die Schullandschaft in Isernhagen keinen Abbruch: Am Freitag vergangener Woche übergab das Generalunternehmen Ed. Züblin AG die Schlüsselgewalt an Gemeindebürgermeister Arpad Bogya.
Aus den Händen der Technischen Bereichsleiter Patrick von Amsberg und Henning Thies, die damit „Abschied von einem Baby“ nahmen, erhielt Bogya drei überdimensionale Schlüssel überreicht. Dieser würdigte die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und betonte erleichtert, dass die Bautätigkeit „am offenen Herzen“ offenbar funktioniert habe.
„Nebenbei wurde gebaut und der Unterricht lief weiter“, lobte Bogya, der zwei Schlüssel für das 26 Millionen Euro teure Objekt an die Schulleitungen von IGS und Gymnasium, Christina Bielefeld und Jens Könecke übergab. Freude auch bei Thomas Jüngst, Leiter der Jugendpflege in Isernhagen. Er erhielt den dritten Schlüssel, da die Jugendpflege neuerdings auch am Helleweg residiert.
Bielefeld und Könecke hoben das Bestreben der Schulen hervor, die frischen Räumlichkeiten nun mit Leben zu füllen. Das Gymnasium und die IGS seien mittlerweile nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich enger zusammen gerückt: „Wir werden unsere bestehende Kooperation weiter ausbauen, gemeinsame soziale Projekte sind in der Planung.“
Diese seien wegen der Pandemie zwar vorläufig „auf Eis gelegt“, würden aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen, so Christina Bielefeld. Jens Könecke dankte der Gemeinde für „die Anerkennung der Tatsache, dass Schule Raum braucht“ und lobte humorvoll: „Erste Rückmeldungen gehen ins Euphorische!“
In Gruppen ging es nach dem offiziellen Teil durch die neuen barrierefrei erreichbaren Räumlichkeiten. Der Rundgang startete am „Marktplatz“, dem verbindenden Element zwischen der IGS und dem Gymnasium. Der Marktplatz kann als Versammlungsstätte mit bis zu 300 Personen genutzt werden.
Die Mensa liegt ebenfalls zentral und beeindruckt mit einer Raumhöhe von 7 Metern, eine Empore mit Zugang zum begrünten Innenhof ermöglicht den Aufenthalt im Freien in luftiger Höhe. Die Mensa kann bis zu 300 Personen aufnehmen.
Die große Vierfeld-Sporthalle verfügt zusätzlich über eine Boulderwand und eine Tribüne für 300 Personen. Daran angeschlossen wurde ein Bewirtschaftungsbereich für Vereine, um bei Turnieren oder Punktspielen Getränke und Speisen anbieten zu können. Eine angrenzende Tartan-Indoor-Laufbahn über 50 Meter und ein Fitnessraum sowie ein kleiner Raum für Krafttraining sind weitere Besonderheiten der Sporthalle, in der auch Vorrichtungen und Beleuchtung für einen Boxring vorhanden sind. Die Halle kann ebenfalls als Versammlungsstätte genutzt werden, bis zu 600 Personen finden darin Platz.
Der Jugendtreff bekam im Erdgeschoss des Neubaus einen Offene-Tür-Raum mit Außenbereich sowie Verwaltungs- und Büroräume im 1. Obergeschoss für die Jugendpflege. „Wir freuen uns, dass alle Mitarbeitenden der Jugendpflege nun an einem Ort untergebracht sind“, freut sich Thomas Jüngst, der auch die räumliche Nähe zur Schule schätzt. Ein Gruppenraum, Aufenthaltsbereich und eine Werkstatt ergänzen die Räumlichkeiten.
Eigentlich hätte es zur Eröffnung ein großes Kinderfest im Innen- und Außenbereich geben sollen, auf Grund der aktuellen Lage musste es ebenfalls verschoben werden. Der Jugendtreff ist während der Öffnungszeiten über einen Außeneingang separat zu erreichen, kann aber auch vom Schulgebäude aus begangen werden.
Der gesamte Neubau hat eine Bruttogeschossfläche von rund 12.720 Quadratmetern, der Bruttorauminhalt beträgt etwa 63.000 Kubikmeter. Die Bauzeit startete mit Beginn der Sommerferien in 2018 und dauert gut 2 Jahre. Auf der Webseite der Gemeinde Isernhagen www.isernhagen.de ist unter dem Stichwort Bildung Schulcampus ein vierminütiger Film abrufbar, der den Neubau in allen Phasen vorstellt.