Schauerwetter setzte dem Thönser Frühschoppen ein vorzeitiges Ende

Frühschoppen auf dem Roten Platz in Thönse: Solange es trocken blieb, waren auch die Gäste dort und genossen das Angebot. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Treckerclub präsentierte seine Veteranen auf dem Roten Platz

THÖNSE (hhs). Am Sonntag hatte der Ortsrat Thönse zu seinem alljährlichen Frühschoppen auf den Roten Platz eingeladen. Viel Mühe hatten die Organisatoren aufgewendet, um daraus wieder ein harmonisch-gemütliches Erlebnis für junge und alte Menschen, nicht nur aus Thönse übrigens, zu gestalten.
Doch das Wetter entwickelte sich diesen Bemühungen keineswegs angemessen: Gegen 13.00 Uhr regnete es und viele Besucher der Veranstaltung begaben sich auf dem schnellsten Weg nach Hause. Darunter litt leider eine Neuerung, die in diesem Jahr noch mehr Besucher auf den Roten Platz locken sollte: Die Kaffee- und Kuchentafel, die die fleißigen Bäckerinnen vorbereitet hatten.
Schon am Morgen beim Aufbauen der Infrastruktur für die Veranstaltung schaute Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr zwischendurch immer wieder zum Himmel: Die Wolken wurden dichter, dementsprechend die Miene Rockahrs finsterer. Er ließ noch ein paar große Sonnenschirme herbeischaffen, und als die ersten Gäste kurz nach 11.00 Uhr eintrafen, lagen die Würstchen auf dem Grill, das Pony erwartete die ersten eher kleineren Reiterinnen und Reiter und dann begannen aus einiger Entfernung die sonoren Geräusche anlaufender Dieselmotoren. Nur ein paar Augenblicke dauerte es, bis die Aushängeschilder des Treckerclubs Thönse auf der Bildfläche erschienen. Schön im Bogen des Roten Platzes wurden sie alle nebeneinander eingeparkt und nicht ganz ohne Stolz beantworteten die Besitzer jede Frage rund um die Oldies.
Wenn man beim Betrachten der Veteranen die beinahe verträumten Gesichter der etwas älteren Herren aus der Landwirtschaft beobachtete, dann konnte man sich sicher sein: Sie alle haben modernere Schlepper mit jeder Menge Hightech an Bord heute, aber ihr ganzer Stolz, der trägt die Namen Porsche, Güldner, Deutz, Lanz, Hanomag, Schlüter oder Fendt und wahrscheinlich pflegen sie ihre privaten Pkws nicht mit soviel Liebe und Hingabe wie die alten Kämpen, die zum Teil, wie sie selbst, schon mehr als 60 Jahre auf der Haube hatten.