Sanierung statt Neubau

Gute Planung und kreative Lösungen sind gefragt, wenn der Sporthallentrakt des Gymnasiums abgerissen wird und Engpässe durch die reduzierten Hallenflächen entstehen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Vierfeldhalle der IGS Burgwedel ist in die Jahre gekommen. Ein Beratungsunternehmen stellte unter anderem Feuchteschäden durch undichte Stellen am Dach fest. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Fachausschuss spricht sich für umfassende Modernisierung der IGS-Vierfeldhalle aus

Von Bettina Garms-Polatschek

GROSSBURGWEDEL. In der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse für Schulen sowie Freizeit und Sport rannte Mirja Striedieck vom Hamburger Beratungsunternehmen Drees & Sommer offene Türen ein: Die Projektmanagerin präsentierte das Ergebnis einer genauen Prüfung der IGS-Sporthalle auf Schäden und Sanierungsbedarf. Verbunden mit der Zustandsanalyse war eine grobe Kostenschätzung der beiden Alternativen „Sanierung“ oder „Neubau“ der Sporthalle.
Die Sanierung der Vierfeldhalle aus den Siebzigerjahren würde mit rund 3,77 Millionen Euro deutlich günstiger ausfallen als ein Neubau, der mit 7,63 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Selbst wenn lediglich eine Dreifeldhalle neu gebaut werden würde, wäre die Summe mit 5,58 Millionen weitaus höher als bei der vorgestellten Sanierung. Die Entscheidung fiel den Ausschussmitgliedern nicht schwer. Sie votierten einstimmig für die kostengünstigere Sanierung, auch wenn die Nutzungsdauer erwartungsgemäß etwas kürzer ausfiele als bei einem Neubau.
Die bestehende IGS-Vierfeldhalle ist in die Jahre gekommen und weist vor allem im Dachbereich Undichtheiten auf. Regen und Tauwasser dringen in das Gebäude, sodass hier Handlungsbedarf besteht. Striedieck wies darauf hin, dass zur Sanierung Dach und Lichtkuppeln bis auf die Rohdecke abgetragen werden müssten und dieses fast einem Neubau des Daches gleichkäme. Das eröffne jedoch neue Wege in punkto Tageslicht und Beleuchtung. Außerdem seien eine Kern- sowie eine Fassadensanierung notwendig, erklärte die Projektmanagerin. „Das muss schlau geplant werden“, warf Kämmerer Christian Möhring ein und kam bangen Nachfragen zur Verfügbarkeit von Hallenzeiten zuvor, da im Zuge der geplanten Sanierungsarbeiten am Gymnasium dessen Sporthallen abgerissen werden sollen und diese bis zur Fertigstellung des Ersatzbaus wegfallen. Die Abrissarbeiten sollen voraussichtlich in den Herbstferien 2019 starten.
Damit kam der nächste Tagesordnungspunkt an die Reihe. Zurzeit verfügt das Gymnasium über eine kleine Gymnastikhalle und eine größere, nicht teilbare Sporthalle mit Tribüne. Als Ersatz soll der Neubau laut Ausschuss als Dreifeldhalle entstehen. Offen blieb indes die Frage, ob diese mit einer Tribüne ausgestattet werden solle, damit die Halle obendrein als Versammlungsstätte für größere Veranstaltungen genutzt werden kann. Der genaue Standort steht auch noch nicht fest und wird erst im Planungsverfahren ermittelt. Die Kostenaufstellung für eine Dreifeldhalle mit Tribüne wird nachträglich zur Beratung vorgelegt.
Die Ablaufplanung der beiden Vorhaben steht in groben Zügen fest, denn die Sanierungsarbeiten an der IGS-Vierfeldhalle können erst nach Abriss und Neubau der Hallenflächen am Gymnasium starten. „Eine Sanierung der Vierfeldhalle ist in Teilen sicher bei laufendem Betrieb möglich, wenn beispielsweise die Fassade saniert wird“, erklärte Möhring zuversichtlich, doch bei der Dachsanierung ginge das aus Sicherheitsgründen nicht. So stehen den Sporttreibenden in Großburgwedel trotz aller Planung für die Bau- und Sanierungszeit einige Engpässe bevor. Das betrifft nicht nur den Vereinssport, sondern in hohem Maße auch den Schulsport. Bis dahin verlangt dieses allen Beteiligten viel Geduld und kreative Lösungen ab, bis sie endlich wieder zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung haben.