Saisonabschluss auf dem Wöhler-Dusche-Hof

Auf großes Besucherinteresse stieß der letzte Öffnungstag im Bauernhausmuseum Wöhler-Dusche-Hof. (Foto: Renate Tiffe)

Kleiner Rückblick und Ausblick auf das Jahr 2014

ISERNHAGEN NB (ti). Erntedanktag und alljährlicher Saisonabschluss auf Isernhagens Museumshof. Das Wetter spielte leidlich mit und so fanden sich weit mehr Besucher auf dem Wöhler-Dusche-Hof ein als erwartet. Es war, als ob viele noch einmal beisammen sein wollten und die schöne und anregende Atmosphäre in Garten und Haus genießen wollten.
Die Grootdör des Hauses war einladend mit den Gaben des Herbstes geschmückt und im Garten verweilten die Gäste bei Kaffee und Kuchen wie zu schönsten Sommerzeiten - nur dass der große Baum vor dem Haus jetzt schwer an den fast reifen Äpfeln trug.
Das Backhaus hinten war wieder in Betrieb. Die Ein-Pfund-Brote und der mittlerweile legendäre Butterkuchen gingen weg wie die vielzitierten „warmen Semmeln“. „Wir hatten in Anbetracht der Jahreszeit nur noch eine Schicht eingelegt“, sagte Klaus Heuer vom Vorstand des Museumsvereins ein wenig entschuldigend.
Für die Vorsitzende Dr. Inge Hanslik und Heuer eine Gelegenheit, ein wenig Rückschau zu halten, die neuen Gegebenheiten ins Auge zu fassen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Es wird ein Jubiläumsjahr sein. Der Isernhagener Museumshof besteht 2014 schon 25 Jahre.
Inge Hanslik und Klaus Heuer zeigten sich zufrieden mit der zu Ende gehenden Saison. Es sei eigentlich immer etwas los gewesen, erinnert sich die Vorsitzende, besonders an den Sonntagen mit Programm - von denen es immerhin zwölf gab. Die Gottesdienste und plattdeutschen Theateraufführungen hatten fast immer ein volles Haus beschert. Das Interesse von Schulklassen und von Kindern in den großen Ferien – beispielsweise bei den Waschtagsvorführungen - sei nach wie vor groß. Liegt es daran, dass unter dem Publikum zum Saisonabschluss erstaunlich viele jüngere Leute waren?
Sorgen macht den Verantwortlichen die Kürzung des Zuschusses von der Gemeinde um 2000 Euro. Der zunächst anvisierte Entzug der gesamten Fördermittel von 27.500 Euro wäre das Aus für den Museumshof gewesen betont Inge Hanslik. Jetzt gehe es darum, den Standard zu halten, der erreicht worden ist. Und das ist schwer genug. Die Kosten für die Pacht und die Unterhaltung bleiben die gleichen, bzw. erhöhen sich bei den Elektroanlagen, gibt Heuer zu bedenken. Es erfordere weiter viel Geschick zwischen den einzelnen Posten zu jonglieren, immer in der Hoffnung, dass nichts Unvorhergesehenes passiert, erklärt er mit besorgtem Blick auf die mächtige alte Eiche vor dem Haus. In alten Häusern entstehen leicht unerwartete Kosten, wirft die Vorsitzende ein.
Durch zusätzliche Aktionen muss etwas mehr Geld reinkommen, meint Heuer. An sich sei das Spendenaufkommen zufriedenstellend. Er verweist aber darauf, dass viele der Ehrenamtlichen im Verein Mitglieder der ersten Stunde seien. Sie seien nach wie vor mit Begeisterung dabei, aber das Alter mache zu schaffen. Es müssten mehr junge „Mitarbeiter“ gewonnen werden.
Glänzende Augen bekommen jedoch beide, wenn sie auf das nächste Jahr zu sprechen kommen – das erste Jubiläumsjahr. Das Thema für die Jahresausstellung steht schon fest. Es wird ein Rückblick auf die Entwicklung des Hofes sein, verrät Inge Hanslik.
Ein auch nur zeitweises Zurücklehnen nach dem Ende der Saison wird es für die „Mitarbeiter“ im Verein nicht geben. Die ersten Vorgespräche sollte es schon in der kommenden Woche geben ...