Ruhiges Einsatzjahr

Ingo Bähre (r.) wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Ehrenbeamter in der Stadt Burgwedel von Bürgermeister Axel Düker ausgezeichnet.
 
Glückwünsche von Stadtbrandmeister Ingo Motl (l.): Uwe Räther ist seit 43 Jahren ehrenamtlich in der Feuerwehr engagiert, er plante maßgeblich das neue HLF 10 in Wettmar.

16 Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Wettmar im Jahr 2019 - Viel Lob für Ingo Bähre - Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen

WETTMAR (bgp). Ein ruhiges Einsatzjahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Wettmar in 2019. Auf der Jahreshauptversammlung in der Westerfeldhalle berichtete Ortsbrandmeister Karsten Weigt von 16 Einsätzen. Das seien zwar weniger als im Vorjahr (24), aber die gesamte Dienststundenzahl läge mit 13687,68 sogar höher als in 2018 (13516). 3 Einsätze bezogen sich auf technische Hilfeleistungen, 3 weitere auf Brandmeldeanlagen bzw. Fehlalarme. Die Zahl der Aktiven stieg von 47 auf 51, die zurzeit ihren freiwilligen Dienst für die Feuerwehr Wettmar leisten. 21 Mitglieder sind in der Jugendfeuerwehr, 25 Musikerinnen und Musiker spielen unter der Leitung von Jens Kalmbach im Musikzug. Inklusive Abteilungs-Doppelmitgliedschaften liegt die Mitgliederzahl bei 456.
Zackig führte Weigt die jeweils einstimmigen Wahlen für folgende Posten durch: Ingo Bähre wurde als Jugendfeuerwehrwart wieder gewählt, Jan Rathmann als sein Stellvertreter. Heiner Lange ist Gruppenführer der neuen Gruppe 55 plus mit Egbert Grade als Stellvertreter. Sebastian Uhlig wurde im Amt als Atemschutzgerätewart bestätigt, Gerätewart wurde Malte Kussnereit.
Alle Hände voll zu tun gab es beim Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen: Ben Ehlig und Simon Stolzenberg erhielten die Ehrennadel in Bronze für 5-jährige Tätigkeit im Feuerwehrmusikzug. Lena Steinhauer wurde für ihre 20-jährige Tätigkeit im Musikzug mit einer Ehrennadel und einer Urkunde geehrt.
Simon Stolzenberg konnte nach der Ehrung gleich vorne stehen bleiben und wurde zum Feuerwehrmann befördert. Martin Stodolny wurde Oberfeuerwehrmann, Jan Rathmann Hauptfeuerwehrmann. Lars Meixner erhielt die Beförderung zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Stadtbrandmeister Ingo Motl ernannte den Stadtjugendfeuerwehrwart Tim Rathmann zum Oberlöschmeister.
Eine Auszeichnung ging an Uwe Räther, der für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen geehrt wurde. Nach einigen Jahren Dienst in anderen Wehren, ist er in seinem Wohnort Wettmar seit langem in der Feuerwehr eine Konstante. Zusätzlich hat er das Amt des Sicherheitsbeauftragten für das Stadtkommando und die Ortsfeuerwehr Wettmar übernommen. Karsten Weigt lobte Räthers Einsatz bei der Planung des neuen HLF 10, das im März 2019 an die Freiwillige Feuerwehr Wettmar übergeben wurde: „Du hast maßgeblich bei der Planung mitgewirkt!“
Klaus Dieter Thien wurde für seine langjährigen Verdienste in der Feuerwehr geehrt.
Ingo Bähre, der neben seiner Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart auch stellvertretender Ortsbrandmeister ist, bekam von vielen Seiten Lob für seine im Januar erfolgte Wahl zum Wettmarer „Bürger des Jahres“ ausgesprochen. Seit zehn Jahren ist er durch sein Engagement in der Feuerwehr auch Ehrenbeamter der Stadt Burgwedel: Das würdigte Bürgermeister Axel Düker mit einer Ehrennadel plus Urkunde für Ingo Bähre.
Bezirksförster Christian Oehlschläger, der 19 Jahre in Burgwedel zusätzlich als Waldbrandbeauftragter tätig war, verabschiedete sich herzlich von der Feuerwehrversammlung, da er demnächst in den Ruhestand geht. Dieses Amt werde nun in neue Hände übergeben. „Dass es bei kleinflächigen Bränden blieb, war Ihrem raschen und konsequenten Handeln zu verdanken“, lobte der scheidende Waldbrandbeauftragte.
Kriminalhauptkommissar Ralf Oltmanns stellte sich in der Feuerwehrversammlung als neuer Leiter des Polizeikommissariates Großburgwedel vor. Seit dem 1. Dezember 2019 ist er dort offiziell im Dienst. Von seinen Mitarbeitern habe er über die Burgwedeler Feuerwehr nur Gutes gehört, hob Oltmanns hervor: „Sie sind einfach immer zur Stelle, nicht nur wenn es brennt, sondern immer wenn wir Hilfe brauchen. Sie sind der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält!“ Sowohl Oltmanns als auch Ingo Motl erwähnten die Zunahme von Bedrohungen und Übergriffen auf Rettungskräfte. Beide sprachen sich ausdrücklich für „Null Toleranz“ bei solchen Vorfällen aus und rieten, diese zur Anzeige zu bringen. Mittel für einen Rechtsschutzfonds seien bereits auf den Weg gebracht worden, erläuterte der Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann mit Blick auf den Bericht „Einsatzort Zukunft“ des Niedersächsischen Innenministeriums.