Ruhestand für die Doppelspitze

Schulleiterin Renate Koch (Mitte) wurde von Irene Kretschmer (l.) und Anne Wolters in den Ruhestand verabschiedet. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Schulleiterin Renate Koch und Stellvertreter Bernd Hofmann wurden in der Oberschule verabschiedet

GROSSBURGWEDEL (bgp). Viele Jahre haben Renate Koch und Bernd Hofmann als Schulleitungsteam in der Oberschule Burgwedel zusammen gearbeitet.
Nun wurden beide in einer Feierstunde von zwei Vertreterinnen der Landesschulbehörde in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Gäste aus Familie, Politik und Verwaltung ebenso wie die Leitungen befreundeter Schulen aus der Umgebung waren zur Abschiedsfeier in die Agora gekommen.
Mit „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller brachte der Chor des Profilkurses Musik es auf den Punkt. „Dieses Lied ist für dich“, erklärte der stellvertretende IGS-Schulleiter Dr. Marco Schinze-Gerber in Richtung Renate Koch. Anne Wolters, Dezernentin der Landesschulbehörde, verglich Bernd Hofmann mit dem „Innenminister“ der Schule.
So habe Hofmann getreu dem Motto „Beziehungen sind das A und O“ ein positives Schulklima sowohl unter den Schülern als auch im Kollegium geschaffen. „Die Schülerinnen und Schüler fragen morgens, was sie helfen können. Ein großes Lob, dass sie von selbst kommen“, würdigte Wolters die Arbeit in 45 Dienstjahren, von denen Hofmann 40 in Burgwedel verbrachte und davon 19 Jahre als Konrektor tätig war.
Renate Koch habe sich als „Außenministerin“ mit der Devise „Meine Aufgabe - ich will, ich tue“ ständig neuen Herausforderungen gestellt und sei dabei mit „Ruhe und Gelassenheit“ vorgegangen, würdigte Wolters die Schulleiterin.
Dezernentin Irene Kretschmer warf ein Schlaglicht auf die 21 von 44 Dienstjahren in Burgwedel, in denen Koch ständige Wechsel erlebt hat. 2004 wurde die Orientierungsstufe abgeschafft, vier Jahre später die Ganztagsschule eingeführt, 2012 kam die Gründung der Oberschule, während noch Haupt- und Realschuljahrgänge ausliefen.
Im Jahr 2016 folgt die Gründung der IGS, die als ersetzende Schulform anerkannt wurde. Kretschmer hob hervor, dass sich Koch schon allein deshalb nicht für einen Wechsel an eine andere Schule entschieden habe, weil die Schulleiterin sich von den „ständigen Neuanfängen“ mit verschiedenen Schulformen und der Umsetzung von Inklusion sowie offener Ganztagsschule positiv herausgefordert sah. „Heterogenität wurde an Ihrer Schule nie in Frage gestellt“, betonte Kretschmer die progressive Haltung von Renate Koch.
„Sie haben den Schülern bis zur letzten Stunde das Lernen beigebracht“, fasste der stellvertretende Stadtbürgermeister Thorsten Rieckenberg zusammen. Die Erste Stadträtin Christiane Concilio würdigte die langjährige Arbeit in „Positionen mit besonderer Verantwortung“. Koch und Hofmann hätten die Schule als Ort der „Bildung und Erziehung“ von Kindern und Jugendlichen besonders geprägt.
Dabei stünden soziale Kompetenzen und die Vorbereitung auf die Arbeitswelt im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung sei stets in einem strukturierten Dialog erfolgt, um die nötigen Maßnahmen konstruktiv umzusetzen, lobte Concilio die sichtlich bewegte Schulleiterin und ihren Stellvertreter in ihrer Laudatio.