Ringen um das Gymnasium

Die Aula des Gymnasiums Großburgwedel wird mit der vom Rat beschlossenen Planungsvariante II erhalten bleiben und in der Bauphase komplett saniert werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Stadtrat beschließt Sanierung mit Teilabriss und Erweiterung

GROSSBURGWEDEL (bgp). Eigentlich hatten die meisten damit gerechnet, dass der lange währende Kampf um die Planungsvarianten für die Modernisierung des Gymnasiums in der Ratssitzung am Montagabend rasch ein Ende finden würde.
Bereits eine Woche zuvor hatte sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss mit einem klaren Votum für die Variante II mit Bestandssanierung, Teilneubau und Umstrukturierung ausgesprochen. Die Alternativen wären eine reine Bestandssanierung oder ein Komplettabriss und Neubau der Schule gewesen. Bevor jedoch der endgültige richtungsweisende Beschluss im Rat gefällt wurde, überraschten die Fraktionen noch einmal mit einem heftigen Wortgefecht.
Sebastian Müller (CDU) sandte einen Seitenhieb in Richtung der Gruppe SPD/WEB/Die Partei, die laut Müller hauptsächlich den nach Berechnungen des Planungsbüros Drees & Sommer sechs Millionen teureren Neubau favorisiert hätten. Stephan Nikolaus-Bredemeier (SPD) nahm das „mit Entsetzen“ zur Kenntnis und bemängelte, dass insbesondere die CDU vor dem Hintergrund dieser historischen Ratsentscheidung nicht den Konsens gesucht habe. Dennoch werde seine Fraktion der Variante II zustimmen, auch wenn das Modell unwägbare finanzielle Risiken habe. Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Heinz Visel, mahnte Geschlossenheit an und warb für die Variante II als „nachhaltigste Lösung“. Dafür stimmte dann auch die große Mehrheit bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung.