Riesenstimmung beim Public Viewing am Springhorstsee

Gemeinsam jubelten die Fußballfans und freuten sich über den 4:0-Sieg. (Foto: Sina Balkau)

Torjubel und ganz viel Sonne – das perfekte Urlaubsfeeling

GROSSBURGWEDEL (sib). Fast 26 Millionen Deutsche sahen sich am Samstag das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien im Fernsehen an. Zusätzlich trafen sich Millionen Menschen zum Public Viewing. In Burgwedel war das Restaurant am Springhorstsee der beliebteste Treffpunkt: Auf einer zwölf Quadratmeter großen LED-Leinwand, die auf dem See aufgebaut worden war, verfolgten viele Fußballfans das spannende Achtelfinale und freuten sich gemeinsam über den 4:0-Sieg.
Bei Temperaturen um 38 Grad schwitzten die Fußballinteressierten auf der Terrasse und am Strand des Restaurants – kein einziger Platz blieb leer. Doch der Hitze schien keiner von ihnen große Beachtung zu schenken, war doch viel spannender, was auf dem Bildschirm geschah, der sich wenige Meter vom Seeufer entfernt auf einer schwimmenden Plattform befand.
Grund zum Jubeln gab es schon nach drei Minuten, als Thomas Müller das erste Tor schoss, und so war die Stimmung am Springhorstsee von Anfang an fantastisch – auch wenn so manches Mal lautstark über eine Entscheidung des Schiedsrichters geschimpft wurde. Viel häufiger waren jedoch Fangesänge, Beifall und Vuvuzela-Getröte zu hören. Schier aus dem Häuschen waren kleine wie große Fußballfans dann, als Deutschland das Viertelfinale gegen Argentinien mit 4:0 gewonnen hatte. Da passte der Spruch „Wer oder was ist Argentinien?“, den Veranstalter Thomas Scholz und sein Team unter der Leinwand angebracht hatten, hervorragend.
Da das Outfit der Wahl an diesem heißen Samstag neben dem Fußballtrikot der Badeanzug beziehungsweise die Badehose war – gerne auch in schwarz-rot-gold –, nutzten viele Besucher des Public Viewings die Möglichkeit, sich im See oder unter der extra aufgebauten Gartendusche abzukühlen. Ein frisch gezapftes kaltes Bier tat es für viele auch. Dazu schmeckten Spezialitäten vom Grill, wie zum Beispiel Scampispieße.
Neben den Fußballfans hatte es auch das Fernsehen an den Springhorstsee geführt. Zwei Kamerateams berichteten von einem der größten Public Viewings der Region. Restaurantinhaber Thorsten Scholz will alle weiteren Spiele der Weltmeisterschaft zeigen, einzig das Spiel um den dritten Platz am kommenden Samstag ist noch nicht sicher. „Wenn die Deutschen nicht um Platz drei spielen, dann gibt es kein Public Viewing, weil wir an diesem Tag eine große Veranstaltung haben“, so Scholz. Wenn Deutschland heute Abend gegen Spanien verlieren sollte, müsste die LED-Leinwand allerdings auf den Parkplatz umziehen.