Riesensause im Dorf

Zum Auftakt des Festivals spielte "House of Rock".
 
Oliver Dick (v. l.), Nicole Siee, Martina André und Torsten Allert freuen sich schon auf "Fuhrberg rockt 2020". Erste Bewerbungen von Bands liegen dafür schon vor.

Über 400 Gäste bei der Premiere von „Fuhrberg rockt“ – Drei Bands begeistern mit Rock und Pop Live-Acts - Organisatoren planen bereits eine weitere Auflage in 2020

FUHRBERG (bgp). Der Erfolg des ersten größeren Rockkonzertes in Fuhrberg stand eigentlich schon vorher fest. Die vierhundert Karten waren im Juni nach zwanzig Minuten Vorverkauf bereits weg. Am vergangenen Sonnabend schien die Sonne zum Konzert aus allen Knopflöchern. In schwarzen T-Shirts mit dem „Fuhrberg rockt“ Aufdruck standen die Organisatoren Torsten Allert und Oliver Dick am Eingang und empfingen die meisten Gäste mit Handschlag auf dem alten Döpke-Hof gegenüber vom Heidehotel Klütz.

Nebenan scharrten fröhlich die Hühner, als die Band „House of Rock“ auf der Bühne mit ihren ersten Akkorden loslegte. „Down Payment“ und „amberlite“ legten mit ihren Live-Acts im Verlauf des Abends nach. Die Gäste genossen das Konzert sichtlich vergnügt, ausgiebig gefeiert und getanzt wurde den ganzen Abend. „Der Bedarf für Live- und Rockmusik ist da“, betonten die Organisatoren, die selbst noch ganz überrascht von der großen Resonanz waren.
Die Idee zu dem Konzert ist an einem gemütlichen Bierabend entstanden, nach dem Motto „man müsste mal“. Seit Jahren hätten sie darüber gesprochen, sich aber nicht recht getraut, berichten Allert und Dick. Im Herbst entschlossen sie sich endlich, ihre Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. „Wenn nicht jetzt, wann dann“ hätten sie sich gesagt und im Januar mit der Detailplanung losgelegt, im Februar den Termin für den 31. August festgelegt. Im März seien alle Anträge erfolgt, der Vorverkauf im Juni sei überwältigend gewesen, erzählt Oliver Dick. Am Tag vor dem Konzert wurde mit dem Team bis Mitternacht aufgebaut und die Organisatoren übernachteten sicherheitshalber in einem Kleinbus auf dem Gelände.

„Wir freuen uns, dass so viele Neubürger mit dabei sind“, so Allert, der auch stellvertretender Ortsbürgermeister in Fuhrberg ist. Rund 300 Karten seien an Fuhrberger Besucher gegangen, etwa 100 an Gäste außerhalb des Ortes. Ein Besucher aus dem Osten von Berlin besuchte das Konzert ebenso wie die Brüder Marc und Devin Adam aus Österreich. Die ehemaligen Fuhrberger reisten extra zum Konzert aus ihrer neuen Heimat an. „Wir wollten auf jeden Fall dabei sein“, sagte Marc Adam bei der Begrüßung .

Nicole Siee und Martina André verkauften mit großer Begeisterung die „Fuhrberg rockt“ T-Shirts am Eingang. Sie standen den ganzen Abend für die Gäste bereit: „Das ist gar kein Opfer, hier sind so coole Leute, wir haben richtig Spaß“, sagen die beiden lachend und reichen bereits das nächste Shirt an einen Fan über den Tisch. Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer reihte sich in das tanzende Publikum ein und lobte: „Schön, dass es solche Initiativen gibt. Wir können stolz sein, was daraus geworden ist.“

Thorsten Allert und Oliver Dick denken schon über das nächste Jahr nach: „Wir möchten `Fuhrberg rockt` gerne als Traditionsveranstaltung etablieren.“ Zunächst müsse man schauen, ob die Veranstaltung für die Anwohner tragbar gewesen sei. Die Organisation habe durch die gute Zusammenarbeit mit der Construct event Agentur und dem Heidehotel Klütz bestens geklappt, auch die Finanzierung sei dank vieler Spenden von örtlichen Unternehmen und Privatpersonen schnell ermöglicht worden. Vermutlich gebe es sogar eine kleine Rücklage für das nächste Konzert, das wohl auch etwas größer ausfallen soll, sagt Allert. „Wir wollen ja noch wachsen“, betont er. Für Musik ist auf jeden Fall schon gesorgt, denn den Organisatoren liegen bereits viele Bewerbungen von Bands für das Festival „Fuhrberg rockt 2020“ vor.