Regionspräsident auf Stippvisite beim Wasserwerk Fuhrberg

Im Wasserwerk Fuhrberg gab es zunächst selbst aufbereitetes, gutes Fuhrberger Wasser für den Regionspräsidenten (Mitte sitzend) und die Radlergruppe, ehe Andreas Kalix (rechts stehend) den Betrieb vorstellte. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Rund 40 Radlerinnen und Radler begleiteten Hauke Jagau auf seiner Sommertour. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Rund 40 Radler begleiteten Hauke Jagau auf seiner Sommertour

BURGWEDEL (hhs). Wenn in Niedersachsen die Ferien ausbrechen, haben auch die hohen Repräsentanten ausreichend Muße, einmal das zu tun, wozu sie in der Hektik des Alltags keine Zeit haben: Sich die Gegend anschauen und genießen, einmal dorthin zu fahren, wo man immer schon mal hin wollte.
Ministerpräsidenten tun das, Bundestagsabgeordnete auch, und vergangenen Donnerstag schwang sich Regionspräsident Hauke Jagau aufs Fahrrad, zu einer Tour von der Ortschaft Elze in der Gemeinde Wedemark, über das Wasserwerk Fuhrberg in der Stadt Burgwedel bis hin nach Ramlingen und Ehlershausen in der Stadt Burgdorf. Der Termin hätte nicht besser gewählt sein können: Die Sonne schien vom blauen Himmel, es war schön warm und der Gegenwind hielt sich in Grenzen.
Natürlich radelt der Regionspräsident bei solchen Gelegenheiten weder allein noch ohne einige Zwischenstopps durchs Land. Da gibt es unterwegs schließlich jede Menge in Augenschein zu nehmen. Erste Station Hauke Jagaus nach der Ankunft am Bahnhof Elze-Bennemühlen, wo gut 40 Mitbürger auf den Präsidenten warteten, um ihn auf dieser Tour zu begleiten, war die Streuobstwiese gleich hinter Elze. Hier hat der NABU Wedemark für ein wunderschönes Insektenhotel gesorgt, eine segensreiche Einrichtung für Solitärbienen und -wespen.
Dann ging es weiter durchs Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld zum Wasserwerk Fuhrberg, über die gerade renaturierte Wietze, in der sich wieder Fische tummeln. Mit in der großen Gruppe der Radler Günter Wendland, Leiter des Teams Naturschutz Ost der Region, der unterwegs die Naturlandschaften erläuterte. Am Wasserwerk angekommen, gab es zunächst ein kühles Getränk für alle Teilnehmer, dann stand eine Führung durch den Betrieb auf dem Programm. Der Chef des Wasserwerks Michael Feist begrüßte die Teilnehmer, ehe der Leiter der Abteilung Wassergewinnung bei enercity, Andreas Kalix, in einem kurzen Vortrag die Bedeutung und Leistung des Wasserwerks Fuhrberg erläuterte.
Dieses Wasserwerk habe einen hohen Stellenwert in der Region Hannover. Es versorgt etwa 45 Prozent der Bevölkerung der Region Hannover mit Trinkwasser. Knapp 87.000 Kubikmeter besten Trinkwassers kann es in die Landeshauptstadt täglich liefern. Das sind etwa 4.000 Kubikmeter in jeder Stunde, die durch die Rohre gepumpt werden müssen.
Allerdings wird das Wasser nicht in dem Zustand nach Hannover gepumpt, in dem es aus dem Grundwasser gewonnen wird. Es wird im Wasserwerk aufbereitet: Huminstoffe, Mangan und Eisen werden abgeschieden, Ammonium wird durch den Einsatz von Mikroorganismen zu Nitrat gewandelt. Ist die Reinigung abgeschlossen, beginnt die „Rohrreise“ nach Hannover. Zur Versorgung der Landeshauptstadt habe man 2.200 Kilometer Rohrleitungen vergraben.
Nach der anschließenden Führung ging es weiter unter der Leitung des Naturschutzbeauftragten der Stadt Burgwedel Paul-Heinz Hille. An den fünf Windrädern vorbei führte die Route dann weiter durch das Sprillgehege und den Königsstein zum Tiefenbruch.
Hille, ehemals Forstbeamter im Niedersächsischen Forstamt Fuhrberg, erklärte hier die Bewirtschaftung von Erlen. Dann ging es weiter durch den Hastbruch zum Waldbad Ramlingen, wo der Förderverein seine Arbeit darstellte. Es folgte ein letzter Stopp am Burgdorfer Golfplatz, ehe der Tag im Biergarten an der S-Bahnstation Ehlershausen ausklang.