Regions-CDU will für Bewegung im Vorgang „Brechanlage Bluhm“ sorgen

Ortsbegehung: Arno Bluhm, Dr. Karsten Hoppenstedt, Rainer Tubbe, Matthias Kühn, Dr. Hendrik Hoppenstedt, Eberhard Wicke und Johannes Schmunkamp. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kein Antrag aus dem politischen Raum zur Herausnahme des Grundstücks aus dem LSG

KLEINBURGWEDEL (hhs). Eingeladen hatte der Fraktionsvorsitzende der Regions-CDU Eberhard Wicke, Ort war der Sitz der Firma Bluhm in Kleinburgwedel. gekommen waren natürlich der Fraktionsvorsitzende, Matthias Kühn, sein Fraktionskollege, Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, von der CDU Ratsfraktion Dr. Karsten Hoppenstedt, Dr. Ludger Wierling und Jürgen Henke, sowie Johannes Schmunkamp und Rainer Tubbe als „beratende Einwohner im Umweltausschuss der Region“ und der Chef der betroffenen Firma Arno Bluhm. Wie berichtet muss die Firma Bluhm mit ihrer Brechanlage umziehen. Der neue Standort hat aber für eine Protestwelle in der Einwohnerschaft Kleinburgwedels gesorgt.
Und genau diese Proteste hätten ihn alarmiert, sagte Wicke einleitend. Der bisherige Standort dagegen werde von allen akzeptiert. Auch die Beschlusslage des Burgwedeler Stadtrates entspreche dem und sei einstimmig. Man müsse nun prüfen, ob man das Grundstück, auf dem die Brechanlage steht und auf dem noch Sand abgebaut wird, aus dem Landschaftsschutz herausgenommen werden könne, und somit die Firma Bluhm dann weiter an diesem Standort arbeiten könne.
Dr. Karsten Hoppenstedt, er habe gemeinsam mit seinem Ratskollegen Jürgen Henke mit der Regionsverwaltung ein Gespräch geführt. Dabei sei heraus gekommen, dass es bisher keinen Antrag aus dem politischen Raum gegeben habe, das betreffende Grundstück der Firma Bluhm aus dem Landschaftsschutz herauszunehmen. Das müsse unbedingt und mit großem Nachdruck nachgeholt werden.
Ein zweiter wesentlicher Punkt sei, dass die Betriebsgenehmigung für den Sandabbau auf dem Grundstück Ende April kommenden Jahres ablaufe. Der Betrieb der Brechanlage sei an diese Betriebsgenehmigung gekoppelt. Allerdings sei es so, dass dort noch 30.000 Kubikmeter Sand abgebaut werden können. Arno Bluhm erläuterte an dieser Stelle, dafür benötige er etwa sechs Jahre. „Wir sollten anstreben, dass die Betriebsgenehmigung solange verlängert wird, wie dort noch Sand abgebaut werden kann“, brachte es Hoppenstedt auf den Punkt. „Dann haben wir einen Zeitrahmen, in dem wir ohne Druck ein neues Grundstück für den Betrieb der Brechanlage suchen könne, das allgemein akzeptiert werden, wenn denn der Landschaftsschutz nicht aufgehoben wird“.
Eberhard Wicke akzeptierte diese Überlegungen und sagte zu, die Regions-CDU werde sich zunächst um die Verlängerung der Betriebsgenehmigung kümmern und dann die Herausnahme des Grundstückes aus dem Landschaftsschutz anstreben. Er wolle versuchen, möglichst mehrere Fraktionen mit ins Boot zu holen, um dem Antrag den nötigen Nachdruck zu verleihen.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt befürchtete Schwierigkeiten mit einer Verlängerung der Betriebsgenehmigung. Die Bundesgesetzgebungslage habe sich in dieser Beziehung verändert. „Die Stadt Burgwedel sieht allerdings auch keine vernünftige Alternative zum jetzigen Standort“, sagte er.
Anschließend ging es zur Ortsbegehung an die Brechanlage, wo sich die Teilnehmer der Besprechung ein Bild vor Ort machen konnten. „Es kann nicht sein, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird“, schimpfte Dr. Karsten Hoppenstedt. „Wir stehen hier an der Brechanlage, die mit zwei Seiten an das Landschaftsschutzgebiet grenzt und wegen dieser Nähe nun umziehen soll, und dort drüben liegt nur wenige Meter entfernt die ehemalige Mülldeponie des Kreises Burgdorf. Da liegt alles unter Tage, alte Autos, Kühlschränke, Schutt, Batterien. Alles was man sich denken kann. Als die Deponie geschlossen wurde, hat sie der Landkreis Hannover, in den der Kreis Burgdorf aufgegangen ist, als vernachlässigungswürdig eingestuft. Da ist nichts Vergleichbares geschehen zur Absicherung wie zum Beispiel in Lahe. Aber sie liegt heute im Wasserschutzgebiet“.
Auch weitere Argumente, die die Region Hannover gegen die Beibehaltung dieses Standort angeführt habe wie Staubemissionen, die das NSG Trünnenmoor beeinträchtigen könnten, ließ man nicht gelten: „Das liegt gut 500 Meter entfernt, soweit weht der Staub nicht, und viel Staub entsteht ohnehin nicht. Die Anlage arbeitet nur an 23 Tagen im Jahr“, so Dr. Karsten Hoppenstedt.