Recycling-Kunst im Alten Park

Emma Marie (13) (v. l.), Anna Carolina (12) und der vierzehnjährige Henrik zeigen ihren „Stolperkasten“, der auf bedrohte Tierarten wie Eisbären aufmerksam machen soll. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gemeinsames Projekt zwischen Kunstverein und Gymnasium „wächst“ an der Thönser Straße

GROSSBURGWEDEL (bgp). Der Alte Park an der Thönser Straße wurde am Sonnabendmorgen zum Schauplatz künstlerischen Schaffens. Schülerinnen und Schüler des Kooperationsprojektes „Schools Upcycling“ waren emsig dabei, aus Weidenruten verschiedene „Räume“ zu flechten, sei es rund, eckig, in Tipi- oder Schneckenform.
Darin sollen später Kunstobjekte aus Recycling-Material ausgestellt werden. Das Gemeinschaftsprojekt vom Kunstverein Burgwedel/Isernhagen und dem Gymnasium Großburgwedel wird von den Lehrerinnen Dr. Anne Bosum-Dybus und Kathrin Pangsy betreut, die an der Schule das Klima-Team leiten. Mit von der Partie sind auch Frauke Ilgner mit ihren Schülern aus der Natur AG des Gymnasiums und die Vertreterinnen des Kunstvereins Ursula Knaack und Bärbel Waldtmann-Filzek.
In den nächsten Wochen wird fleißig weiter an den Weidenräumen gearbeitet und bis zum Juni mit den vielfältigen Kunstobjekten bestückt. Dazu fertigen die Jugendlichen in ihren AG-Stunden „Stolperkästen“ aus Recycling-Material, um auf bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen. Auch die Integrierte Gesamtschule Burgwedel (IGS) ist mit einigen Recycling-Kunstwerken beteiligt.
Silke Melzer hat die Werke ihrer AG-Schüler in einer Tasche mitgebracht, darunter ein glitzerndes bunt gestaltetes Mobile aus alten CD´s. Der 16-jährige Gymnasiast Dominik hat mit seinen Mitstreitern Kaffeebecher gesammelt. „Wir mussten uns nicht einmal sehr anstrengen. 83 leere Becher hatten wir sehr schnell zusammen“, sagt er und zeigt auf eine selbst gefertigte Box aus Hühnerdraht, die dicht an dicht mit leeren Kaffeebechern gefüllt ist.
„Die Vermüllung der Umwelt ist ein großes Problem“, sagt Anne Bosum-Dybus. Die Schülerinnen und Schüler wollten mit diesem Objekt zur Müllvermeidung anregen, damit es nicht mehr so viel Einweggeschirr und Verpackungsmüll gebe, der häufig in der Landschaft herumflöge, so die Projektleiterin.
Sie dreht sich rasch um und bespricht noch mit Kathrin Pangsy und Frauke Ilgner die weitere Vorgehensweise und Positionen der unterschiedlichen Räume, die nach Themenbereichen aufgeteilt werden sollen. Somit ist noch viel zu tun, doch die Nachwuchskünstler mit Umweltschutzauftrag werden stetig daran weiter arbeiten, bis am 22. Juni die Vernissage um 17.00 Uhr im Alten Park sein wird. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis zum 26. September bestehen bleiben.