Rat verabschiedet Bebauungsplan für Supermarkt in Wettmar

Ob eine Anpassung des neuen Marktgebäudes an die Bebauung der Nachbarschaft sinnvoll ist, sollte noch diskutiert werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Scharfe Kritik der Wählergemeinschaft ging ins Leere

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Rat der Stadt Burgwedel hatte auf seiner letzten Sitzung am Montag dieser Woche eine überschaubare Tagesordnung. Wichtigster Tagesordnung war der letzte, der Verbrauchermarkt in Wettmar. Hier ging es um die Auswertung aller im Verfahren eingegangener Stellungnahmen und um den Satzungsbeschluss. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit beiden zu, bei jeweils drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.
Zuvor waren allerdings noch einige Punkte abzuarbeiten: Der Termin für die Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters/Bürgermeisterin wurde auf den 11. September kommenden Jahres festgelegt. Der Rat folgte dieser Empfehlung der Verwaltung, diese Wahl mit der Kommunalwahl im kommenden Jahr gemeinsam durchzuführen. Wahlleiterin ist dann die erste Stadträtin Christiane Concilio, ihr Stellvertreter wird Götz Gero Möller sein. Schließlich erteilte der Rat dem Bürgermeister und der Verwaltung die Entlastung für das Haushaltsrechnungsjahr 2008, nicht ohne die Kritik daran, dass das Prüfungsverfahren sich so lange hingezogen habe. Ein Antrag des Sportringes, beratende Mitglieder in den Ausschuss für Sport und Kultur entsenden zu dürfen, wurde abgelehnt. In der Begründung hieß es, der Ausschuss würde dann in seiner Besetzung zu sportlastig. In Burgwedel sei es ohnehin üblich, dass man externe Fachleute zu den Sitzungen bitte, wenn man sie denn benötige.
Schließlich war der Bebauungsplan für den Verbrauchermarkt an Wettmars Dorfrand zu beschließen. Hier hatte es schon von Beginn der Diskussion um den Sinn oder Unsinn dieses Marktes in Wettmar eine Protestwelle in Teilen der Bevölkerung gegeben, aus der heraus sich die Wählergemeinschaft Wettmarer Bürger bildete, die die strikte Ablehnung eines solchen Supermarktes mit Vollsortiment als politisches Programm hat. Zwei Mitglieder der WWB haben bei der letzten Kommunalwahl den Sprung in den Rat geschafft. Christina Muckelberg ergriff für die Wählergemeinschaft das Wort. Sie stellte zunächst klar, dass sie alles daran setzen werde, den politischen Auftrag, den ihr ihre Wählerinnen und Wähler gegeben hatten, mit allen Mitteln durchzusetzen versuche. Sie rügte das Vorgehen von politischen Gremien und Verwaltung. Ein Antrag der WWB vom 11. August 2008 sei vertagt worden und habe erst am 17. März diesen Jahres vorgelegen, sei dann aber nicht behandelt worden. Auf der vorletzten Sitzung des Verwaltungsausschusses seien einige Punkte des Antrages behandelt worden, ebenfalls im Ausschuss für Hochbau und Planung. Ihr Fazit: Es seien nicht alle Punkte besprochen worden. Sie bemängelte, dass unter anderem die vorgesehen Tempobegrenzung immer noch zu hoch sei, die Frage der Bushaltestellen nicht ausreichend geklärt sei, ebenso die Linksabbiegerspur im Einfahrtbereich des Marktes. Darüber hinaus müssten die Kosten für den Gehweg geklärt werden ebenso das Geruchsproblem, das von dem benachbarten landwirtschaftlichen Betrieb ausgehen könne. Außerdem müsse man eine Gebäudeanpassung an die umliegende Bebauung festschreiben, damit der Markt, wenn er denn gebaut werde, nicht als Fremdkörper wirke. Das sorgte für etwas Erheiterung in der Sitzung. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt forderte Christina Muckelberg mehrfach auf, einen gleichlautenden Antrag zu stellen. Dagegen sprachen sich die Mitglieder der beiden kritisierten Ausschüsse aus. Sie erklärten, dass alle von Frau Muckelberg angeführten Punkte in den Ausschüssen besprochen worden sind. Dann brachte der Rat den Bebauungsplan auf den Weg.