Rasenmähertreckerrennen in Thönse

Die Boliden wirbeln jede Menge Staub auf, wenn sie über die Strecke rasen. (Foto: Sina Balkau)
 
Rund 25.000 Zuschauer werden am Wochenende in Thönse erwartet. (Foto: Sina Balkau)

Veranstalter erwarten wieder 25.000 Besucher beim Kultevent

THÖNSE (hhs). Am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, 28./29. August kommen die Freunde des Motorsports wieder voll auf ihre Kosten: Das nunmehr 9. Rasenmähertreckerrennen in der Ortschaft Thönse, Burgwedel, wird wieder etwa 25.000 Besucher an die Rennstrecke zwischen Oldhorst und Thönse locken. Dieses Rennen hat sich in den Jahren seines Bestehens zur größten Veranstaltung gemausert, die aus einer Privatinitiative einiger jungen Männer entstanden ist, „weit über die Grenzen der Region hinaus“, wie es einer der Mitbegründer, Heiko Wöhler, jüngst auf der Pressekonferenz formulierte. Nach seinen Erinnerungen haben damals einige junge Männer „bei einer niedersächsischen Hopfen-und-Malz-Meditation zusammengesessen“, als einer von ihnen von einem Fernsehbericht über ein Rasenmähertreckerrennen berichtete. Die Frage, „Warum denn nicht in Thönse?“ habe man damals nicht beantworten können. Im August 2002 habe schließlich hier das erste Rennen stattgefunden.
Am kommenden Wochenende steht das 9. Rasenmähertreckerrennen an. Am Erfolgsrezept aus dem Jahr 2002 wurde bisher wenig verändert: Das Grundkonzept habe sich bewährt, zwei Tage, fünf Rennen, Nachtrennen, Party, Boxengasse und alle Trecker gleichzeitig im Rennen. Die Zahlen stehen für den Erfolg: An Zuschauern kommen jetzt 25.000, zu Beginn waren es 2.000. Ursprünglich gingen 23 Teams an den Start, in diesem Jahr werden es 91 sein. Die anfangs locker zusammengewürfelte Organisationsrunde hat sich unterdessen zu einem eingeschriebenen Verein „Thönse 24 e.V.“ gemausert, der das Rennen organisiert, durchführt und die Überschüsse an gemeinnützige Organisationen Burgwedels abführt.
Die Rennfahrzeuge müssen im Hauptzweck Rasenmäher sein und auch so aussehen, wie es Wöhler formulierte. Wer also dabei sein möchte, wenn die Rennboliden mit bis zu 80 Km/h um die Wette fahren, komme am Wochenende ins beschauliche Thönse. Besonders frisierte Trecker kämpfen um die Krone des Deutschen Treckerrennsports unter dem Titel „Schrott auf Mehrschichtplatte“. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und für die Kinder gibt es neben Eisenbahn, Hüpfburg und Karussell eine Mini-Trecker Strecke und einen riesigen Strohspielplatz, sowie am Sonntag ab 13.00 Uhr einen Kinderflohmarkt, alles in allem ein Riesenspaß für die ganze Familie. Man kann auch noch das ein oder andere Fahrzeug mit Freunden und Bekannten mitbringen, Parkplätze sind in ausreichender zahl vorhanden.
Das Programm für das kommende Wochenende: Am Samstag, 28. August beginnt das Spektakel um 13.30 Uhr mit dem Start des 1. Rennens. Um 15.30 Uhr steht die beliebte Kids-Cross-Show auf dem Programm, um 16.30 Start des 2. Rennens. Um 19.00 Uhr wird das Duell die Besucher fesseln. Wer hier gegen wen fährt, wollte Thönse 24 noch nicht verraten, es soll eine Überraschung werden. Um 20.00 Uhr beginnt als 2. Rennen das Nachtrennen. Ab 22.00 Uhr geht die Post ab auf dem Zelt: Die Kultparty mit Stefan Lück soll bis in den frühen Morgen dauern.
Der Sonntag beginnt morgens um 9.00 Uhr mit dem Frühstück. Wenn das gegen 11.00 Uhr langsam ausklingt, beginnt um 11.00 Uhr die Oldtimer-Treckerschau. Ab 11.30 Uhr läuft das 4. Rennen. Um 13.30 Uhr geht es um den Stadtpokal und um 14.30 Uhr wird das 5. und letzte Rennen als Endlauf gestartet. Ab etwa 17.00 Uhr können die Besucherinnen und Besucher mit der Siegerehrung rechnen.
Ein paar Neuerungen gibt es aber doch: Die Gäste kommen in den Genuss eines riesigen LED Bildschirms, auf dem man ständig den Verlauf des Rennens und die Platzierungen verfolgen kann. Und die Getränkebecher sind größer geworden. Das spart manchen Gang an die entsprechenden Theken. Für die Fahrer und Teams hat sich einiges geändert: In jeder Box muss in diesem Jahr ein Feuerlöscher mit mindestens fünf Kilo Löschmittel vorhanden sein. Ohne Feuerlöscher gibt es keine Starterlaubnis, also bitte Entsprechendes mitbringen. Jeder Fahrer muss auch in Bezug auf seine Rennkleidung einen neuen Sicherheitsstandard erfüllen. Bitte dazu auch noch einmal in die Rennregeln hineinschauen. § 1 der Rennregeln bleibt weiterhin unverändert: „Die Rennleitung hat immer recht“.