Radweg zwischen Engensen und Schillerslage ist eröffnet

Mit der Schere eröffneten v.l. Engensens Ortsbürgermeister Friedhelm Stein, Dr. Hendrik Hoppenstedt, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, Alfred Baxmann und Schillerslages Ortsbürgermeister Ernst-August Thieleking den neuen Radweg. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bitte aufsteigen: Freie Fahrt durch wunderschönen Wald

ENGENSEN/SCHILLERSLAGE (hhs). Gestern Mittag fand eine kleine Landparty statt an der K 119, dort wo sie zwischen Engensen und Schillerslage den Wald erreicht. Etwa 150 Einwohner der beiden Ortschaften hatten sich dort eingefunden, um der Einweihung des neuen Radweges beizuwohnen. Der Ort war gut gewählt, denn hier endet die Betonfahrbahn und wechselt in ein Mineralgemisch, das den Radweg weiter führt Richtung Schillerslage und Burgdorf. Die Strecke wird nun wirklich schön, sie verläuft durch den Wald über eine Brücke über die Wulbeck weiter bis nach Schillerslage.
Ulf-Birger Franz, der Verkehrsdezernent der Region Hannover, eröffnete den Reigen der Redner: Der jetzt fertiggestellte Abschnitt sei ein verbindender Lückenschluss, das Bauvorhaben habe 150.000 Euro gekostet und sei ein Gemeinschaftsprojekt der Region und der Städte Burgdorf und Burgwedel. Zehn Jahre habe das Vorhaben im politischen Raum gestanden, jetzt werde es nach drei Monaten Bauzeit eröffnet. Franz kündigte an, die Region Hannover werde das Thema Radwege zukünftig allein schon aus Klimaschutzgründen stärker in den Fokus nehmen.
Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt bezeichnete den Radweg als pragmatische Lösung. Eine Planung direkt entlang der K 119 wäre zu teuer gekommen, die Lösung der Streckenführung durch den Wald sei entstanden durch Überlegungen auf Burgwedeler Seite, wie man die Kosten in Grenzen halten könnte. Mit 60.000 Euro sei er deutlich kostengünstiger ausgefallen als im Haushalt veranschlagt.
Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann lobte den Engenser Ortsbürgermeister Friedhelm Stein wegen dessen Einsatz für das Projekt. Dieser habe ihn bei jeder Gelegenheit erinnert und gefragt, wie es denn in Burgdorf darum stehe. 22.000 Euro für 400 Meter Radweg habe Burgdorf beigesteuert, den Löwenanteil habe Burgwedel gezahlt. Ernst-August Thieleking, Ortsbürgermeister von Schillerslage relativierte diese Zahlen etwas: Schillerslage habe im Vorfeld einen Wirtschaftsweg vom Ort bis zur Wulbeck ausgebaut und schließlich auch die prächtige Brücke bezahlt, fügte er humorvoll an. Dann zerschnitten die „Offiziellen“ das blaue Band und damit war der Radweg geöffnet. Im Anschluss geriet die Veranstaltung dann zur Landparty: Die Kommunen hatten einen kleinen Imbiss und Getränke organisiert, die Region hatte sich daran beteiligt, eine stilvolle Art, so ein Projekt abzuschließen.