„Prima Klima in Burgwedel“ startet in den Schulen

E.ON avacon überreichte drei Energiemesskoffer

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Rat der Stadt Burgwedel hat im Rahmen seiner Bemühungen der Umsetzung des Klimaschutz-Aktionsprogramms Haushaltsmittel für die Einführung eines dreijährigen Modellprojektes zur Bewusstseinsbildung an Schulen bereitgestellt.
Ziel des in Burgwedel unter dem Namen „Prima Klima in Burgwedel“ laufenden Projektes ist es, einen nachhaltigen Prozess zugunsten des Klimaschutzes zu initiieren. Um diesen frühen Ansatz zu Klimaschutz im Unterricht sinnvoll gestalten zu können, übergab der hiesige Energieversorger E.ON avacon am Mittwoch drei Energiemesskoffer als Spende an die Stadt Burgwedel. Einen davon erhält die Grundschule Thönse, wo auch die Übergabe der Koffer stattfand.
Die anderen beiden Koffer sollen in der Grundschule in Wettmar eingesetzt werden und am Gymnasium in Großburgwedel. Darüber hinaus gab es für die Schulen jeweils einen Bastelkasten für den Unterricht, mit dem die Schülerinnen und Schüler grundlegende Dinge über Strom erfahren können. Sie können damit kleine Leitungen legen, löten und schließlich auch einfache Schaltungen basteln.
„Schüler sind Multiplikatoren, durch die eine breite Schicht der Bevölkerung zu Energieeinsparungen motiviert werden kann“, erläuterte Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert die Hintergründe bei der Übergabe. Gleichzeitig soll ein sparsamer Umgang mit öffentlichen Finanzmitteln erreicht werden, wünscht er sich als Ergebnis. So könnte beim Einsatz der Messgeräte im Unterricht schon der ein oder andere Stromfresser entlarvt werden.
In den Koffern befinden sich jeweils drei Messgeräte für den tatsächlichen Stromverbrauch. Damit könne man zum Beispiel den Stand-By-Verbrauch von Haushaltsgeräten und vor allen Dingen von Computern und Druckern messen und anschließend überprüfen, ob der tatsächliche Verbrauch mit den Angaben des Herstellers übereinstimmt.
Ferner enthält der Messkoffer noch ein Thermometer und eine Röhre mit Tabletten zur Härtebestimmung von Wasser. „Mit diesen Tabletten kann man einen Wasserkocher überprüfen. Wenn der stark verkalkt ist, braucht er mehr Energie zum Wasser kochen, als im entkalkten Zustand“, so Schubert. Der Umweltkoordinator hofft auch, dass die Schülerinnen und Schüler die Gerätschaften mit nach Hausen nehmen und dort ihre Überprüfungen gemeinsam mit den Eltern vornehmen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 65 % gefördert. Aktuell nehmen die Grundschulen in Thönse, Wettmar und das Gymnasium an dem Projekt teil. Sogenannte „Klima-Teams“, die sich aus Schülern, Lehrern, Hausmeistern, gegebenenfalls Elternvertretern und Mitarbeitern der Verwaltung zusammensetzen, werden Themen wie Heizen, Beleuchtung, Abfall, Verkehr bearbeiten.
Die Stadt Burgwedel sieht in dem Engagement von E.ON avacon eine gute Möglichkeit, dem Projekt durch ein eigenständiges Messen eine hohe Attraktivität bei den Schülerinnen und Schülern der mitmachenden Grundschulen zu verschaffen. Mit den Geräten werde den Klima-Teams ermöglicht, den Verbrauch über einen längeren Zeitraum zu protokollieren.