Polizeimusikkorps Niedersachsen zu Gast in Grundschule Kleinburgwedel

Was ist das für ein Instrument? Kein Problem für die Kinder der Grundschule Kleinburgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Mit 36 Musikern war das Polizeimusikkorps Niedersachsen zum Musik-Workshop angereist. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Außergewönlicher Musik-Workshop begeisterte nicht nur die Kinder

KLEINBURGWEDEL (hhs). Musikworkshops gibt es jede Menge, aber die Grundschule Kleinburgwedel hatte am Montag einen ganz besonderen Gast: Das Polizeimusikkorps Niedersachsen hatte sich an diesem Vormittag angekündigt, um in der Turnhalle seinen immerhin schon 220. Musik-Workshop durchzuführen.
Um Punkt 10.00 Uhr sollte es losgehen, direkt nach der Pause. Die Kinder tollten noch auf dem Schulhof herum und aus der Sporthalle drangen die ersten leisen Töne. Drinnen wurden alle Erwachsenen von Polizeihauptkommissar Andreas Läpke empfangen. Das Musikkorps sei mit 36 Mann vor Ort, ein komplettes sinfonisches Blasorchester, und man wolle den Kindern der Grundschule Kleinburgwedel zum einen Lust machen auf Musik und Instrumente und letztlich auch Berührungsängste zur Polizei abbauen. „Deswegen haben wir auch immer die hiesige Bezugsperson für die Schülerinnen und Schüler, hier die Kontaktbeamtin Antje Schneider eingeladen“, sagt Läpke kurz und bündig. Und dann ging es los Schulleiterin Karin Thies begrüßte die Musikerinnen und Musiker herzlich, alle 78 Kleinburgwedeler Schüler seien hier und gespannt, was da nun auf sie zukomme. Und schon ging es los. Ein schlank gewachsener, leicht angegrauter Polizist ging Richtung Notenpult und ergriff den Taktstock, es war Heinz Alberding, der Orchesterchef und Dirigent. Zwei kleine kurze Bewegungen und schon erklang eine allen bekannte Melodie. Die Schülerinnen und Schüler jauchzten vor Freude und begannen nach dem dritten Takt mitzuschunkeln, es handelte sich um die Erkennungsmelodie der „Sendung mit der Maus“. Berührungsängste waren damit ausgeschaltet.
Andreas Läpke trat ans Mikrophon und erklärte den Kindern, was in den kommenden beiden Stunden geschehen solle: In der ersten Stunde würden alle Instrumente des Blasorchesters erklärt und dann werde das Orchester ein kleines Konzert extra für die Kleinburgwedeler Grundschüler bieten. Dann fragte er die Rasselbande, was denn bei seinen Kollegen anders sei als bei den Polizisten, die sie bisher kennen gelernt hätten. Schnell war das beantwortet: „Keine Waffe, keine Handschellen, keine Handschuhe und auch keine Mütze“. „Dafür haben wir unsere Instrumente mitgebracht“, so Läpke. „Wir sind alle bei der Polizei und wir machen ausschließlich Musik“.
Nun übernahm Heinz Alberding wieder das Mikro und erläuterte, dass so ein Blasorchester im Prinzip aus einer Gruppe Holzbläser und einer Gruppe Blechbläser bestehe, insgesamt seien das 36 Musikerinnen und Musiker. Zunächst wolle man sich über die Holzbläser unterhalten.
Als erster erhob sich ein Musiker mit einer ziemlich kleinen Flöte. Was das für ein Instrument sei, fragte Alberding. So etwa zehn, zwölf Arme schossen in die Höhe: „Eine Querflöte“, sagte ein Knirps. Das sei richtig, so der Dirigent, aber wie nennt man ein Instrument, wenn es besonders klein sei? Prompt die Antwort: „Eine Piccolo-Querflöte“. Für jede richtige Antwort verteilte Andreas Läpke einen hübschen Polizeimusikkorps-Sticker, was die Mitarbeit der Kinder von gut auf sehr gut steigen ließ. Dann spielte der Flötist eine klassischen Melodie auf seiner Flöte. Und so folgte ein Instrument auf das andere. Irgendwann war der Klarinettist an der Reihe. das Instrument war schnell bestimmt. Dann folgte die Melodie, wieder klassisch. Zwei Lehrerinnen schauten sich an und schmunzelten wissend.
Heinz Alberding fragte in die Runde der Schülerinnen und Schüler, ob sie das schon einmal gehört hätten. „Ja“, sagte das Mädchen, dass er drangenommen hatte. „Das ist der Nussknacker von Tschaikowski“. Nach einem Augenblick erläuterte das kleine Mädchen: „Meine Mutter hört das so gern, und ich auch“. Dafür gab es den Sticker.
Weiter ging es durch die Holzblasinstrumente. Oboe, Fagott, Englischhorn. Mit dem letzten hatten die Schülerinnen und Schüler leichte Schwierigkeiten. Schließlich schien die Reihe der Blasinstrumente beendet, denn nun erhob sich einer der drei Musiker, die die Saxophone spielen. Klar, die Jungen und Mädchen erkannten das Instrument. Dann die Frage Alberdings, warum das Instrument so heiße. Der Erfinder hieß Sax, sagte einer. Und woraus ein Saxophon gearbeitet sei, so der Dirigent weiter: Aus Blech, so die wirklich Sticker-würdige Antwort. Nun setzten die anwesenden Erwachsenen wieder ihr Allwissend-Lächeln auf, denn es war klar, wohin die Frage-Reise gehen würde: Und dann stellte Heinz Alberding diese wirklich schwierig zu beantwortende Frage: „Ist das Saxophon den ein Blech- oder Holzblasinstrument?“ Wieder schossen mehrere Arme in die Höhe und gleich der erste Schüler beantwortete sie richtig und begründete es auch: „Es gehört zu den Holzblasinstrumenten, weil es ein Mundstück aus Holz hat“. Verblüfftes Staunen bei den Großen und auch Alberding schluckte kurz, angesichts der umfangreichen Kenntnisse der Kleinburgwedeler Nachwuchses. Der Saxophonist begann mit seiner Melodie: das Thema von Pink Panther. Dann die Frage des Dirigenten, ob jemand der Schülerinnen und Schüler die Melodie kenne. „Ja, Pink Tiger“, so die spontane Antwort aus den Reihen der Kinder. Tjaa..., noch Fragen...?